Willkommen beim Weblog DogWalker
im September 2012


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im September 2012

Die Würstchenschleppe

Baak DogWalker


   "Freudige und zuverlässige Schleppenarbeit ohne Schleppleine - das ist unser Ziel".

 

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Die Würstchenschleppe

Ob Ihr Hund es liebt, mit seiner Nase zu arbeiten, brauche ich nicht fragen. Natürlich liebt er es. Und ganz bestimmt haben Sie ihm auch schon Dinge versteckt, die er mit der Nase suchen musste. Aber haben Sie schon mal daran gedacht, ihm eine Aufgabe zu stellen, die sich von gewöhnlichen Suchspielen unterscheidet? Haben Sie ihm schon mal eine Schleppe gelegt? Ob Sie einen Schleppenspezialisten an Ihrer Seite haben oder einen vollkommen Ahnungslosen: für beide Typen ist die Würstchenschleppe bestens geeignet. Denn sie bringt viel Spaß und hilft einem Schleppenanfänger zu verstehen, wie er diese Aufgabe erledigen soll.

Für eine Würstchenschleppe brauchen Sie:

  • Hundegeschirr und Schleppleine (ca. 5 m reichen)
  • Bockwürstchen aus dem Glas in Scheiben und verdünntes Würstchenwasser
  • Sportlertrinkflasche, Gefrierbeutel oder andere Hilfe zum Austräufeln
  • Markierhilfen wie Papiertaschentuch, Wäscheklammer oder Markierband
  • Trinkwasser

Nutzen Sie anfangs ein einfaches Gelände wie sehr niedriges Gras oder einen Weg. Arbeiten Sie die ersten (nur wenigen!) Schleppen mit Gegenwind, damit Ihr Hund schnell Erfolg hat. Sind Sie sich sicher, dass er verstanden hat, worauf es ankommt, wechseln Sie schnell zum Seitenwind, später zum Rückenwind. Der Hund sollte ein Geschirr tragen, um seinen Hals zu schonen, denn anfangs sollte er an einer Leine arbeiten, an der er ziehen darf, denn diesmal soll ER führen.Mit zunehmender Sicherheit können Sie diese schon bald weglassen, wenn Ihr Hund am Ende der Schleppe sicher wieder zu Ihnen zurückkommt. Lassen Sie Ihren Hund ein oder zwei Mal zuschauen, während Sie die Schleppe auslegen, danach sollte er nicht mehr zusehen dürfen.

An den sogenannten „Abgang“ (Beginn der Schleppe), legen Sie 2 Wurststückchen und hier starten Sie auch mit dem Träufeln des Würstchenwassers. Ziehen Sie die Wasserscheppe durchgehend immer geradeaus und legen Sie hierauf in regelmäßigen Abständen ein Wurststückchen. Nehmen Sie anfangs kurze Abstände von Wurst zu Wurst (ca. 2 m), von Mal zu Mal verlängern Sie diese Abstände. Das Wasser hilft Ihrem Hund die Wurst zu finden und die Wurst lässt ihn auf der Schleppe bleiben, denn dies lohnt sich für ihn. 20 bis 30 Meter reichen für die ersten Läufe. Ans Ende der Schleppe legen Sie wieder 2 Wurststücken, so wissen Sie, dass Sie am Ende angekommen sind und für Ihren Hund ist dies ein abschließender Jackpot.

Nach nur wenigen Wiederholungen können Sie den Schwierigkeitsgrad schon erhöhen, indem Sie höheres Gras nutzen, die Schleppe länger stehen lassen, ehe Sie Ihren Hund ansetzen, Winkel einbauen oder Seitenwind wählen. Nun benötigen Sie eventuell auch die Markierhilfen. Sie helfen Ihnen, den Verlauf der Schleppe nicht aus den Augen zu verlieren.

Wenn Sie nicht mit Würstchen arbeiten möchten, können Sie auch gekochtes Hähnchenfleisch und das Kochwasser nehmen oder Futter in Wasser auflösen und auf diese Futterwasserschleppe die Futterstückchen legen. Achten Sie nur darauf, dass  die Flüssigkeitsschleppe, die Happen darauf und vor allem die Jackpotbelohnung zueinander passen.

Jede Schleppenarbeit sollte mit einem kleinen Ritual beginnen. Das lässt die Spannung beim Hund wachsen und macht Sie interessant. Gleichzeitig sagen Sie damit vor allem einem jagdtriebigen Hund, dass seine „Jagd“ beginnt, wenn Sie es sagen und nicht wenn er es möchte.

Setzen Sie Ihren Hund also zu Beginn einige wenige Meter entfernt vom Abgang ab, untersuchen Sie den Abgang, orientieren Sie sich, wie die Schleppe verläuft, in welche Richtung Ihr Hund die ersten Schritte machen sollte. Dann erst holen Sie Ihren Hund, zeigen ihm den Abgang, geben ein Signal wie z. B. „Schleppe“ und schicken ihn damit los. Sprechen Sie leise und machen Sie keine hektischen Bewegungen. Lassen Sie die Schleppleine locker durch Ihre Hand gleiten, bis er einen vernünftigen Abstand zu Ihnen hat und lassen Sie sich nun von ihrem Hund führen. Ist er zu schnell, lassen Sie ihn stoppen und danach langsamer laufen. Er soll ja konzentriert und ruhig arbeiten. Rucken Sie aber nicht an der Leine und ziehen Sie ihn auch nicht zurück. Rufen Sie ihn und setzen ihn bei sich noch mal neu an.

Hat er ein Würstchen überlaufen, rufen Sie ihn zurück und helfen ihm, es zu finden und die Schleppe danach wieder aufzunehmen. So lernt er, dass konzentriertes Arbeiten sich lohnt. Vermeiden Sie Worte wie „Nein“ oder Zurechtweisungen. Je mehr Sie ihn selbst entdecken lassen, welcher Weg zum Erfolg führt, desto schneller lernt er und desto mehr Spaß haben Sie beide an dieser Beschäftigung.

Bleiben Sie nicht zu lange bei einfachen Schleppen, denn sonst wird es jedem Hund sehr schnell langweilig. Gehen Sie auch mal über Stock und Stein, natürlich mit guten Schuhen ;-).

Nasenarbeit ist anstrengend und macht Durst. Geben Sie Ihrem Hund nach jeder Schleppe Wasser.

Bestimmt hat euch Ihr Hund sehr viel Freude an dieser abwechslungsreichen Beschäftigung. Ein großer Vorteil ist, dass man sie nahezu überall genießen kann, denn wenn der Hund an der Schleppleine bleibt, sind auch Parks, der Wald oder sogar ruhige Nebenstraßen in Wohngebieten mögliche Trainingsorte.

Jedenfalls wünsche ich Ihnen viel Spaß auf der Würstchenschleppe. Wenn Sie mögen, lesen Sie im nächsten Monat die Fortsetzung: Schleppen für Schleppenprofis.

Herzliche Grüße

Ihre Martina Nau

 

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