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Willkommen beim Weblog DogWalker im September
Jeder Hund ist anders als der andere. Trotzdem ist uns allen sicher schon aufgefallen, dass es bei manchen Hunden viele Gemeinsamkeiten gibt, bei anderen große Unterschiede im Typ. Sie unterscheidet drei Charaktere: Augenhunde, Aktionshunde und Gefühlshunde. Schaut man sich genauer an, wie Hunde auf äußere Eindrücke reagieren, ist diese Einteilung sehr treffend. Denn genau diese Reaktion ist es, die den größten Teil ihres Verhaltens bestimmt. Weiß man, welchen Typ man an seiner Seite hat, kann man leichter das Verhalten seines Hundes im Alltag vorhersagen und ist manchmal sicherlich weniger überrascht. Es lässt sich aber auch ein erfolgreiches und stressfreies Training besser planen. Ein Augenhund ist ein Hund, der mit seinen Augen alles aufnimmt, was um ihn herum passiert. Er arbeitet mehr mit den Augen als mit seiner Nase, verknüpft Wortzeichen nach nur wenigen Wiederholen mit Sichtzeichen und leider auch mit unbewussten Bewegungen seines Besitzers. Augenhunde leiden sehr schnell unter Reizüberflutung. Weil Bewegungen für sie solch eine große Rolle spielen, ist es für uns Menschen wichtig, dass Worte und Körpersprache sich nicht widersprechen, sonst werden diese Hunde sehr schnell nervös. Sie denken in Bildern und haben ein ganz ausgezeichnetes Gedächtnis. Ein Gefühlshund liebt Körperkontakt und arbeitet gerne mit seinem Menschen. Er hat einen sanften Charakter. Misserfolge und Missverständnisse entmutigen ihn schnell und lassen ihn blockieren. Mit Stress kann ein Gefühlshund schlecht umgehen, aversives Training, eine zu hohe Erwartungshaltung oder andere Faktoren, die ihn entmutigen, lassen aus ihm schnell einen Hund werden, der sich in sich selbst zurückzieht und ängstlich wirkt. Und schließlich: tataaaa! Der Aktionshund. Wenn er die Weltbühne betritt, wackelt der Bodenbelag. Er zeigt stets eine große Eigeninitiative und hat damit meistens auch Erfolg. Ständig probiert er alles aus. Im alltäglichen familiären Zusammenleben testet er gerne durch, was geht und lotet so seine Grenzen aus. Sind wir ihm gegenüber unklar in der Kommunikation, macht ihm das nicht viel, im Zweifelsfall macht er eben, was er will. Dass er im Training oder im Alltag nicht mehr weiter weiß, gibt es kaum. Irgendetwas fällt ihm schon ein. So wird er schnell zu einem „Ich-weiß-es-besser“-Hund. Vielleicht denken Sie gerade darüber nach, welchen Hund Sie am liebsten hätten. Aber so funktioniert das nicht. Nicht alle Hunde sind ausschließlich einem einzigen Typ zuzuordnen, sondern oft mischt sich ein anderer Typ ein wenig dazwischen. Es hilft Ihnen jedoch ungemein, wenn Sie sich darüber Gedanken machen, welche der Eigenschaften auf Ihren Hund zutreffen. Sie werden dann verstehen, warum er in der einen oder anderen Situation vielleicht gar nicht anders reagieren kann – oder wie Sie ihm erzieherisch weiterhelfen können. Sicher ist jedenfalls, dass wir mit einem Gefühlshund wesentlich vorsichtiger umgehen müssen als mit einem Aktionshund, dem man nicht nur deutlicher sagen kann, sondern oft sogar deutlicher sagen muss, was und wie genau man es denn gerne hätte. Sonst versteht er es womöglich als Aufforderung, einfach etwas Anderes auszuprobieren, um an sein Ziel zu kommen. Dass andererseits Augenhunde (wie zum Beispiel Terrier oder Border Collies) durch viel Bewegungsreize in der Umwelt unkonzentrierter und gestresster reagieren als Gefühlshunde (zu denen zum Beispiel fast immer Shelties gehören), ist uns somit auch klar. Mit diesem Wissen können wir unseren Hund sehr viel fairer und effizienter erziehen. Wer nun mehr über die drei Charaktere wissen möchte, dem empfehle ich das Buch „Die drei Charaktere“, zu beziehen über www.hund-und-freizeit.com. Herzliche Grüße und einen schönen, sonnigen September wünscht Ihnen Ihre Martina Nau
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