Willkommen beim Weblog DogWalker im Oktober


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Oktober:

"Was sieht, hört und riecht er eigentlich?"

Baak DogWalker


Sie spazieren mit Ihrem vierbeinigen Freund durch die Landschaft. Alles ist schön. Ihr Hund schlendert fröhlich um Sie herum. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und es riecht nach Wald. Haben Sie sich an solch einem Tag auch schon mal gefragt: Was genau sieht, hört und riecht mein Hund jetzt?

Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Hund genau das gleiche sieht, hört und riecht wie wir. Wäre das tatsächlich so, dann gäbe es den Hund heute vielleicht gar nicht als unseren ständigen Begleiter. Denn man hätte ihn eigentlich nicht wirklich gebraucht. Tatsächlich ist jeder Hund seinem Menschen in seinen Sinnesleistungen weit überlegen. Das macht ihn zu einem besseren Jäger, einem besseren Bodyguard, einem besseren Schäfer, einem besseren Landminensucher.
 
Das Sehvermögen des Hundes ist dem unseren zwar ähnlich, aber eben nur ähnlich. Muster und Strukturen können Hunde nur schlecht erkennen. Sie sind Bewegungsseher. Einen kleinen Punkt am Horizont können sie durchaus als Pferd, Auto oder Menschen identifizieren, wenn er nicht still steht. Auch in der Dämmerung sehen sie wesentlich besser als wir. Dafür sind ruhende, stehende Dinge für sie zunächst einmal schlecht zu erkennen und einzuschätzen. Das können Mülltonnen sein, an denen man vorbeigeht oder ein Pfosten, der mitten auf dem Weg steht. Inzwischen weiß man auch, dass Hunde die Welt ähnlich sehen wie Menschen, die an Rot-Grün-Blindheit leiden. Sie erkennen mehrere Farben, vor allem Blautöne bis hin zu Violett. Rot erkennen sie als Gelb. Die meisten Farben sehen sie in Schwarz-Weiß-Grau-Tönen. Dafür ist ihr Gesichtsfeld um ca. 70 % weiter als das unsere, denn ihre Augen liegen seitlich am Kopf.

Auch das Gehör ist besser ausgebildet als das des Menschen. Tiefe Frequenzen (unter 67 Hz) hören Hunde nicht, jedoch nehmen sie ausgezeichnet Töne im hohen Frequenzbereich über 17.600 Hz wahr, ja selbst im Ultraschallbereich. Schon lange, ehe Sie eine Maus am Wegesrand erreicht haben, hat Ihr Hund diese im Gras rascheln hören und womöglich einen Sprung in ihre Richtung geplant. Entsprechend reagieren sie auch gut auf Pfeifen mit hohen Tönen und Ultraschallfrequenzen.

Der Geruchsinn des Hundes sprengt jedoch unser Vorstellungsvermögen. Er ist extrem gut, so gut, dass er ohne Probleme alte von neuen Gerüchen unterscheiden kann. Was riecht ein Fährtenhund an der Fährte? Den Geruch unserer Schuhe oder den der Füße eines Tieres? Nein, es ist die "Bodenverletzung" – das heißt, nicht nur das niedergetretene Gras, sondern vor allem die Zersetzung toter Kleinstlebewesen, für die wir ein Mikroskop brauchten, wollten wir sie sehen. Es gibt Hunde, die ausgebildet sind für die Landminensuche in Kriegsgebieten, Tumorsuche beim Menschen oder Schimmelpilzsuche in Häusern. Ein Hund riecht den Adrenalinausstoß eines anderen Lebewesens. Er riecht auch, ob eine Spur von links nach rechts oder von rechts an links verläuft. Und so weiter. Die Hundenase besteht unter anderem aus ca. 200 Millionen Geruchsrezeptoren, die des  Menschen aus 5 Millionen, sein Riechorgan hat eine Fläche von ca. 7 qm, das des Menschen von ungefähr 0,5 qm.

Das alles ist erstaunlich, nicht wahr? Und was können wir mit diesem Wissen anfangen? Sehr, sehr viel. Glauben Sie es nicht, wenn Ihnen jemand sagt, der Hund sieht nicht, wer an der Leine zieht. Genauso sicher können Sie sein, dass Ihr Hund weiß, welches Familienmitglied auf die Haustür zuläuft und welches Auto aufs Grundstück fährt. Ihr Hund riecht, ob Sie gestresst sind oder sich freuen. Wenn Sie sich im Wald verstecken wollen, dann nützt es nichts, sich hinter einen Baum zu stellen, wenn Sie dabei auch nur kurz die Hand bewegen oder der Wind aus Ihrer Richtung kommt. Das funktioniert allenfalls noch beim Welpen – wenn der nicht schon ein Geruchsspezialist ist. Und wenn Sie ihren Hund rufen, dann ziehen Sie am besten seine Aufmerksamkeit auf sich, indem Sie sich bewegen und nicht still und steif dastehen.

Es macht viel Spaß zu beobachten, wie intensiv Ihr Hund Sie und seine Umwelt wahrnimmt – und was er mit diesen Informationen macht. Vielleicht nutzen Sie ja sogar die eine oder andere Fähigkeit für seine Erziehung oder für gemeinsame Beschäftigungen und Spiele. Dies würde nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Hund gefallen.

Einen schönen Herbst mit spannenden Spaziergängen wünscht Ihnen

Ihre

Martina Nau

 


2017


Beschäftigung wenns drinnen schöner ist als draußen (Oktober 2017)

Über die Intelligenz unserer Hunde (August 2017)

Die Roll- oder Flexileine (Juli 2017)

Chihuahua (Juni 2017)

Gehorsamkeit kommt auf leisen Sohlen (Mai 2017)

Geschwindigkeiten (April 2017)

Kleine und große Missgeschicke: Die Stubenreinheit (März 2017)

Hunde dieser Welt: Der Irish Wolfhound (Februar 2017)

Der Leinen-Wahn-Sinn (Januar 2017)


2016


Typisch Junghund: stets gut gelaunt (Dezember 2016)

Über Beschäftigungswahn und Faulenzertum (November 2016)

Ein Südländer soll es sein (Oktober 2016)

Bettelstudenten am Tisch (September 2016)

Der Korea Jindo Dog (August 2016)

Was Ihr Welpe kennenlernen sollte (Juli 2016)

Eine Lanze für die Pfeife (Juni 2016)

Der 6. Sinn unserer Hunde (Mai 2016)

Wie Hunde jagen (April 2016)

Der etwas andere Hindernis-Parcours (März 2016)

Hunde dieser Welt: Der Otterhound (Februar 2016)

Hatten Sie schon mal No-Gos? (Januar 2016)


2015


Unsere Rezepte gegen Langeweile (Dezember 2015)

Manchmal kommt er später (November 2015)

Hunde dieser Welt: Der Louisiana Catahoula Leopard Dog (Oktober 2015)

Sport und Spaß für Hund und Mensch: Rally Obedience (September 2015)

Die "Kunterbunte Hunderunde" (August 2015)

Wer hüten will, braucht einen Hütehund ... (Juli 2015)

Schlecht geprägt hält lebenslang (Juni 2015)

Bleib dort hinten und setz dich hin (Mai 2015)

Befindlichkeiten (April 2015)

Das Haustürproblem (März 2015)

Hunde dieser Welt: Lundehunde (Februar 2015)

Höflichkeit ist eine Zier ... (Januar 2015)


2014


Oh ja, mein Maulkorb! (Dezember 2014)

Der Impfpass (November 2014)

Hunde erziehen perfekte Hunde (Oktober 2014)

Die Freiverlorensuche (September 2014)

Hunde dieser Welt: Löffelhunde (August 2014)

Ein Hund soll es sein (Juli 2014)

Spaziergänge mit jungen Hunden (Juni 2014)

Hunde dieser Welt: Laika (Mai 2014)

Frühling lässt sein blaues Band … (April 2014)

Hunde dieser Welt: Streuner und Straßenhunde (März 2014)

Hunde-Besitzer-Typen (Februar 2014)

Teamarbeit macht Spaß (Januar 2014)


2013


Hunderassen verstehen – leicht gemacht (Dezember 2013)

Herbstspaziergänge (November 2013)

Wau! Mein Haus, meine Straße, mein Park! (Oktober 2013)

Das Handtarget (September 2013)

Hunde dieser Welt: Azawakh (August 2013)

Warum eigentlich Welpen(spiel)stunden? (Juli 2013)

Hund und gesund (Juni 2013)

Hunde dieser Welt: Dingos (Mai 2013)

Hunde dieser Welt: Pemba (April 2013)

Was unsere Hunde fühlen (März 2013)

Hund ist was er isst (Februar 2013)

Gedanken zum Antijagdtraining (Januar 2013)


2012


Noch mehr Jägerwissen für Nichtjäger (Dezember 2012)

Jägerwissen für Nichtjäger (November 2012)

Schleppen für Schleppenprofis (Oktober 2012)

Die Würstchenschleppe (September 2012)

Clicker: Fluch oder Segen? (August 2012)

Mit dem Auto unterwegs (Juli 2012)

Aggressiv – und nun? (Juni 2012)

Was Hündchen schon lernt … (Mai 2012)

Hund und Recht – Teil 2 (April 2012)

Hund und Recht – Teil 1 (März 2012)

Persönlichkeit & Leckerchen (Februar 2012)

Der spielt doch nur! (Januar 2012)


2011


Hauptberuf: Nur-Familienhund (Dezember 2011)

Tipps und Tricks für Schnüffelnasen (November 2011)

Ist das ein Rüde oder eine Hündin? (Oktober 2011)

Flöhe, Zecken, Parasiten (September 2011)

Früher und heute (August 2011)

Achtung giftig! (Juli 2011)

Manchmal ein Rätsel: Warum fühlt sich der Hund bedroht? (Juni 2011)

Zahlen – Daten – Fakten: Hätten Sie’s gewusst? (Mai 2011)

Wie gewöhne ich meinen Hund ans Alleinebleiben? (April 2011)

Sevens schöne bunte Welt (März 2011)

Hundespiele für schlechtes Wetter (Februar 2011)

Leinentraining mit Spaßfaktor (Januar 2011)


2010


Auf jedes Töpfchen … (Dezember 2010)

Apportieren macht Spaß! (November 2010)

Gutes Training … braver Hund! – Teil 2 (Oktober 2010)

Gutes Training … braver Hund! – Teil 1 (September 2010)

Hunde in der Pubertät: Sensibel und wild (August 2010)

Spiel doch mal! (Juli 2010)

Helfer auf vier Beinen (Juni 2010)

Die sommerliche Gefahr: Überhitzung (Mai 2010)

Kinder und Hunde (April 2010)

Schnüffeln erlaubt! (März 2010)

Hundebegegnungen – Wie verhalte ich mich richtig? (Februar 2010)

Durchgeknallt: Wenn die Hundenerven blank liegen (Januar 2010)


2009


Sivesterangst (Dezember 2009)

Lassie ist schuld! (November 2009)

Was sieht, hört und riecht er eigentlich? (Oktober 2009)

Die drei Charaktere (September 2009)

"Graue Schnauzen" - Interview mit Doro Dahl (August 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 1: Die Jagdtypen (Juni 2009)

Spaß und Spiel auf allen Wegen (Mai 2009)