Willkommen beim Weblog DogWalker
im Mai 2014


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Mai 2014

Hunde dieser Welt: Laika

Baak DogWalker


   „Eine Russisch-Europäische Laikahündin“

 

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Hunde dieser Welt: Laika

Seit Jahrhunderten gibt es in Russland einen Hundetyp, der optisch und wesensmäßig der direkte Nachfolger der allerersten europäischen Hunde der Urzeit ist: die Laika. Es gibt vier Laikarassen, und ihre Angehörigen zeigen sich noch heute im Aussehen und in ihrem Verhalten sehr ursprünglich. Sie werden in Russland als Wach-, vor allem aber als Jagdhunde gehalten. Beide Aufgaben erfüllen sie ohne viel Ausbildung sehr zuverlässig.

Auch wenn es noch immer regionale Schläge der Laika gibt, so wird sie seit einigen Jahrzehnten auch rein gezüchtet. Es gibt die Karelo-Finnische Laika, die Russisch-Europäische Laika, die Westsibirische Laika und die Ostsibirische Laika. Diese vier Rassen haben sehr viele Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich teilweise aber auch stark im Aussehen, in der Größe und der Ausprägung des Wach- bzw. des Jagdtriebs.

Die kleinste Laika ist die Karelo-Finnische, die einem rothaarigen Spitz ähnelt und seit vielen Jahrhunderten polnische, finnische und russische Bauern bei der Jagd begleitete. Die Russisch-Europäische Laika ist mittelgroß und es gibt sie in den Farben Schwarz und Weiß und Kombinationen hieraus. Die Westsibirische Laika ist ebenfalls mittelgroß und besitzt einen eher leichten Körperbau mit längeren, schmaleren Läufen als die anderen Laikarassen. Es gibt sie meistens in wolfsgrau, hellrot und weiß. Die Ostsibirische Laika ist die größte Laika, die sowohl für die Jagd auf viele Wildarten als auch zum Ziehen eines Schlittens geeignet ist. Es gibt sie in allen möglichen Fellschattierungen, mit und ohne Abzeichen. Allen vier Rassen gemeinsam sind ein spitzer Fang, Stehohren und eine über den Rücken gebogene Rute.

Was macht diese Hunde in unserer Zeit so besonders? Es ist vor allem die Art und Weise, wie sie noch immer – und das seit Urzeiten – in ihrem Heimatland mit der Bevölkerung zusammen leben. Wie die Hunde in Pemba oder Dingos sind sie im tiefsten Russland der nahtlose Übergang vom halbwilden Wolf zu unseren angepassten Begleithunden und Ausstellungssiegern.

Während des Jahres außerhalb der Jagdzeit führen Laiki auch heutzutage vor allem in Ostsibirien ein sehr freies Leben. Solange sie keinen Menschen belästigen oder Hühner töten, geht es ihnen gut. Ihre Besitzer füttern sie nicht oder nur sehr wenig, und so müssen sie sich ihre Mahlzeiten selbst erjagen oder suchen. Sie laufen innerhalb der Siedlungen frei und verbringen den Tag, wie sie möchten. Kaum ein Hund schläft im Haus, egal bei welchem Wetter. Außerhalb der Jagdzeit sind sie zum größten Teil sich selbst überlassen.

Wenn die Jagdzeit im Herbst anbricht, sind diese Laiki ihren Besitzern eine große Hilfe. Hochtriebig und unermüdlich jagen sie mit ihren Menschen das, was die Natur hergibt: Eichhörnchen, Hasen, Rentiere und vieles mehr. Je nach Region und Wildbestand sind Laiki mehr oder weniger ausgebildet, jedoch benötigen sie solch ein ausgedehntes Jagdtraining, wie wir es hier in Europa kennen, nicht. Sie wissen auf eine natürliche Weise, was zu tun ist. So gehören sie in Russland zu den besten Jagdhunden, die sowohl auf Nieder- als auch auf Hochwild angesetzt werden.

In manchen Regionen leben die Einwohner Sibiriens als Nomaden. Hier dienen Laiki nicht nur als Wach- und Jagdhunde, sondern auch als Schlittenhunde. Die Menschen sind arm und können sich nicht viele Hunde erlauben, denn diese müssen häufig ernährt werden, weil sie sich auf Grund der kargen Vegetation und des Klimas nicht selbst durch Jagen ernähen können. So teilen die Menschen das mit ihrer Laika, was sie beim Fischfang oder beim Jagen erbeuten. Diese Hunde sind auch nach dem Tod ihren Besitzern eine Hilfe, denn ihr Fell eignet sich ausgezeichnet für warme Winterkleidung.

Aufgrund von solch unterschiedlichen Lebensweisen, Klimaregionen, Landschaftsbildern und Traditionen haben sich im russischen und skandinavischen Raum viele unterschiedliche Laikaschläge gehalten. Es gibt Laiki, die Fremden gegenüber kein Misstrauen zeigen, allerdings ist dies nicht die Regel. Die typische Laika ist jedoch Menschen gegenüber eher zurückhaltend, manchmal auch ängstlich, und reagiert auf Hunde eher ablehnend.

Bei uns in Mitteleuropa finden in den letzten Jahren vor allem hier gezüchtete Angehörige der Russisch-Europäischen Laika zunehmend Freunde. Dies ist bis zu einem gewissen Grad in Ordnung, wenn die Liebhaber dieser Rassen sich auf die Eigenarten und das Wesen der Laiki einstellen und sie mit Maßen an die Anforderungen unserer Gesellschaft gewöhnen. Allerdings sollte niemand die Augen verschließen vor den Problemen, die sich auftun, wenn man sich nicht die Zeit nimmt und bereit ist, Gefühl und Verstand gleichermaßen einzusetzen und sich intensiv mit der Geschichte und dem Wesen russischer Laiki zu befassen.

Ich jedenfalls bin fasziniert von diesen wunderbaren Hunden. Ich freue mich, dass es sie gibt und dass sie in ihrem Ursprungsland den Menschen solch eine wertvolle Hilfe sind. Und ich hoffe, dass sich hier in Mitteleuropa keine Laikarasse jemals zu einer Moderasse entwickelt, sondern sorgfältig gezüchtet und an die richtigen Menschen abgegeben wird.

Herzliche Grüße und einen sonnigen Monat Mai

wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

und das gesamte Baak Dogwalker - Team

 

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