Willkommen beim Weblog DogWalker
im Mai 2013


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Mai 2013

Hunde dieser Welt: Dingos

Baak DogWalker


   "Dingos sind verwilderte Haushunde, die heute vorwiegend in Australien leben."

 

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Hunde dieser Welt: Dingos

Ich denke, jeder von uns hat schon das Wort „Dingo“ gehört und weiß, dass es irgendwie um wilde Hunde geht. In das “Irgendwie“ bringen wir in diesem Monat ein wenig Licht.

Dingos sind verwilderte Haushunde, die heute vorwiegend in Australien leben. In einigen Teilen Thailands sind sie ebenfalls nachgewiesen. Verwildert sind sie nicht erst in jüngster Vergangenheit, sondern bereits vor weit über 4000 Jahren. Man schätzt, dass sie ursprünglich aus dem asiatischen Raum nach Australien kamen, wie und wann genau, darüber gibt es unterschiedliche Hypothesen. Tatsache ist jedenfalls, dass sie in Australien seit sehr langer Zeit sowohl wild als auch gemeinsam mit den Aborigines lebten, lange bevor die ersten europäischen Siedler den Kontinent für sich entdeckten.

Heute findet man Dingos in Australien nahezu überall: im Gebirge, in Städten, in der Wüste und in Wäldern. Sie paaren sich häufig mit Haushunden, so dass man inzwischen nicht immer genau sagen kann, ob es sich um einen Dingo oder um einen Dingomischling handelt. Ein nahezu Dingo-freies Gebiet gibt es in Südostaustralien. Dort hat man einen „Dingozaun“ über mehrere hundert Kilometer gezogen, um die Schafherden vor den Angriffen der Wildhunde zu schützen.

Optisch sind Dingos sehr ansprechende Hunde. Sie sind mittelgroß (ca. 50-60 cm), mittelschwer (ca. 15-20 kg), haben kurzes, meist sandfarbenes, manchmal auch schwarz-braunes oder helleres Fell, häufig mit weißen Abzeichen. Die Ruten werden entweder gekringelt auf dem Rücken oder als Säbelruten getragen, der Fang ist lang und die Ohren stehen aufrecht. Reinrassige Dingos bellen wenig und ihr Bellen ist anders, als wir es von unseren Haushunden gewöhnt sind. Dafür geben sie eine breite Vielfalt verschiedenster Fiep- und Heultöne von sich.

Wie leben Dingos in Australien? Sie sind unseren Haushunden sehr ähnlich: Sie passen sich nämlich den Umständen an. Je nachdem in welchem Gebiet oder in welcher Landschaft sie leben, sind sie entweder tag- oder nachtaktiv. Manche verbringen ihr Leben als Einzelgänger, andere leben in Rudeln. Diese bestehen zumeist aus einer Alphahündin und einem Alpharüden und deren Nachwuchs. Sie zeigen sich innerhalb des Rudels als sehr sozial, verteidigen ihr festgelegtes Revier gegen Eindringlinge von außen jedoch vehement. Eine Hündin hat pro Jahr maximal einen Wurf. Im Rudel werden rangniedrigere Mitglieder von der Alphahündin und dem Alpharüden von der Fortpflanzung abgehalten. Sie beteiligen sich stattdessen an der Welpenaufzucht.

Essen organisieren sich Dingos, wie und wo es gerade möglich ist. Sie jagen großes und kleines Wild oder vom Menschen gezüchtetes Vieh, sie leben aber auch von Essensresten in Siedlungen oder von Beeren.

Menschen gegenüber können Dingos sowohl sehr scheu sein als auch ausgesprochen zahm, je nach Herkunft und Sozialisierung in ihrer Jugend. In Australien werden sie hier und da auch als Haushunde gehalten – wenn sie sich hierzu eignen. Sie sind sehr schlau und eine Erziehung ist durchaus möglich, allerdings lernen sie nichts unter Zwang.

Was macht Dingos so besonders und erwähnenswert? Die Antwort liegt auf der Hand: im Dingo finden wir ganz offensichtlich einen fließenden Übergang vom Wolf über den wilden Hund zum zahmen Haushund. Einige Lebensumstände und Verhaltensweisen erinnern noch an den Wolf, einige andere bereits an unseren Haushund. Und die große Anpassungsfähigkeit an Territorien, an Nahrungssuche und sozialem Verhalten erklärt uns deutlich, wie es der Hund geschafft hat, sich uns Menschen so genial anzupassen und zu einem unverzichtbaren Begleiter zu werden.

Es würde mich sehr freuen, wenn jetzt der eine oder andere sich intensiver für diese faszinierenden Wildhunde interessierte. Ganz sicher wird es Ihnen beim Durchstöbern der vielen Informationen, die es über sie gibt, so gehen, wie mir: Es ist eine zusätzliche Chance, unsere Haushunde besser zu verstehen.

Herzliche Grüße und ein wunderschönes Frühjahr wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

 

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