Willkommen beim Weblog DogWalker
im Juni 2014


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Juni 2014

Spaziergänge mit jungen Hunden

Baak DogWalker


   „Spaß, Abenteuer und gemeinsames Training: ein toller Spaziergang mit einem jungen Hund“

 

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Spaziergänge mit jungen Hunden

Vor allem jetzt – im Frühjahr – sind Spaziergänge mit Welpen und jungen Hunden besonders beliebt. Man möchte der Welt den Welpen zeigen. Man möchte dem Welpen die Welt zeigen. Man genießt es, in der Natur zu sein und es macht vor allem Spaß, mit dem niedlichen, lustigen Vierbeiner Zeit zu verbringen. Aber Achtung! Was in den ersten Lebensmonaten falsch läuft, ist häufig später nur mit viel Geduld und langwierigem Training wieder gutzumachen. Das muss nicht sein.

Zunächst einmal sollte ein Spaziergang mit einem jungen Hund nicht zu lang sein. Bewährt hat sich die Faustformel von fünf Minuten pro Lebensmonat am Tag. Das heißt, dass ein Junghundbesitzer mit einem sechs Monate alten Hund ein Mal täglich 30 Minuten laufen sollte. Der gleichförmige Bewegungsablauf des Geradeausgehens sollte nicht zu lange dauern. Mehr ist für die Gelenke in dieser extremen Wachstumsphase ungesund. Besser ist es ihn im Garten toben und spielen zu lassen. Dies auch gerne mit anderen Hunden, damit er regelmäßigen Sozialkontakt hat und sich im Spiel und in der Hundesprache üben kann.

Weiterhin ist es wichtig zu wissen, dass Welpen generell keinen Welpenschutz genießen. Viele Hunde möchten lieber nicht von frechen und flippigen Welpen belästigt werden und reagieren manchmal zu heftig abwehrend. Die Gefahr, dass der Welpe demnächst Angst vor einem bestimmten Hundetyp hat, weil dieser Hund ihn ein Mal zu hart abgewiesen oder zurecht gewiesen hat, besteht auf jeden Fall. Wenn Sie zufällig gemachte schlechte Erfahrungen Ihres noch jungen Hundes verhindern möchten, lassen Sie ihn besser nicht zu jedem fremden Hund, den Sie unterwegs treffen. Bringen Sie ihn stattdessen lieber kontrolliert mit erwachsenen Hunden zusammen, von denen Sie wissen, dass sie den Welpen vernünftig behandeln und eventuell auch welpengerecht erziehen.

Eine weitere gute Idee ist es, sich auf Spaziergängen immer wieder mal zu verstecken, wenn der junge Hund beginnt, unaufmerksam zu werden und offensichtlich mit sich alleine geht statt mit seinem Besitzer. Lassen Sie ihn ruhig ein wenig nach Ihnen suchen, ehe sie sich zeigen und ihn zu sich rufen. Die Erleichterung wird dann groß sein, und er wird besser auf Sie achten. Bis zum vierten Lebensmonat besitzen Welpen einen Folgetrieb. Nutzen Sie ihn möglichst oft, indem sie den Welpen hinter sich herlaufen lassen. Entfernen Sie sich auf jedem Spaziergang immer mal wieder schnell von Ihrem jungen Hund und rufen ihn zu sich, während Sie weiter rennen. Hiermit legen Sie einen guten Grundstein dafür, dass Ihr Hund gehorsam und aufmerksam wird.

Nehmen Sie Ihren Welpen nicht auf den Arm, wenn Sie befürchten, eine Hundebegegnung könnte nicht gut ausgehen. Damit vermitteln Sie ihm, dass diese Situation gefährlich ist und Sie erziehen sich womöglich einen Angsthasen oder einen Giftzwerg, der aus sicherer Höhe von Ihrem Arm nach unten kläfft. Laufen Sie lieber vorausschauend und biegen Sie notfalls von Ihrem Weg ab, um diese Situationen zu vermeiden. Oder Sie leinen Ihren jungen Hund frühzeitig an. Trauen Sie sich aber auch, den anderen Hundehalter zu bitten, seinen Hund ebenfalls anzuleinen und lassen sich lieber nicht auf den Satz ein: „Meiner ist ganz lieb – der tut nix.“ Sie wissen ja: Tutnixe laufen überall – und manche von ihnen tun was.

Ab dem ungefähr fünften Lebensmonat kann jeder Junghundbesitzer damit rechnen, dass sein Zögling die ersten Jagderlebnisse sucht und sich zu verselbständigen beginnt. Es ist ein genetisches Programm, das in diesem Lebensabschnitt abläuft, und man kann es nicht verhindern. Sobald Sie bemerken, dass diese Phase beginnt, lassen Sie Ihren Hund einige Wochen nur an einer acht bis zehn Meter langen Schleppleine laufen. Meiden Sie in diesem Alter auch Gebiete, in denen sich vermehrt Wild aufhält, damit sich in Ihrem Hund auch keine Jagderlebnisse an der Leine festsetzen. Denn Wildgeruch aufnehmen, mit den Augen Wild finden und den Ansatz einer Jagd bis zum Leinenende ausführen – das können unsere Hunde leider auch mit Schleppleine.

Sollte Ihr Hund trotzdem Jagdansätze zeigen beim Anblick oder Erschnüffeln von Wild, quittieren Sie bereits sein Interesse beim Hinsehen mit einem dunklen, knurrenden „Nein!“. Zerren Sie ihn NICHT an der Leine zurück, sondern warten Sie an straff gehaltener Leine, bis er sich in irgendeiner Form abwendet vom Wild. Dann locken Sie ihn mit hoher, freundlicher Stimme zu sich zurück und belohnen ihn mit einem Super-Leckerchen, während er Sie anschaut. Wenn Sie Ihrem Junghund auf diese Weise konsequent klarmachen, dass Sie dieses Verhalten nicht wünschen, vermeiden Sie für die Zukunft eine Menge Probleme.

Auf keinen Fall sollten Sie mit einem Welpen oder einem Junghund Spaziergänge mit anderen unerzogenen und jagdtriebigen Hunden machen. Hunde lernen schneller voneinander als von uns Menschen. Nutzen Sie Ihre Zeit lieber, gemeinsam mit Ihrem Hund Abenteuer zu erleben und viele positive Erlebnisse in seine Erziehung einzubauen.

Und noch ein Tipp, der jedem Hundehalter später viel Ärger erspart: Lassen Sie Ihren jungen Hund von Anfang an nicht zu jedem Hund laufen, der Ihnen entgegenkommt. Trainieren Sie ein ruhiges und diszipliniertes Vorübergehen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich der Hund demnächst auf jeden Hund stürzt, um mit ihm zu spielen oder seine Kräfte mit ihm zu messen – und nicht mehr abrufbar ist. Schlimmer wird es, wenn er demnächst zu dem einen oder anderen Hund nicht hinlaufen darf und aus Frust Aggressionen aufbaut. Dies ist dann die berühmte „Leinenaggression“. Die richtige Art mit Hundebegegnungen umzugehen können wir unserem Hund von Anfang an beibringen. Nutzen Sie die vielen Chancen, die sich unterwegs bieten.

(Teilweise Auszüge aus „Mit dem Hund gemeinsam unterwegs“)

Herzliche Grüße und viele schöne Spaziergänge

wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

und das gesamte Baak Dogwalker - Team

 

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