Willkommen beim Weblog DogWalker im Juni
Liebe Hundefreunde,
mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.
Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.
Unser Thema im Juni:
Warum jagt mein Hund eigentlich?
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Teil 1: Die Jagdtypen (A+B)
Diese Frage stellen sich viele Hundebesitzer. Sie ist nicht nur interessant, sondern auch wichtig, möchte man den Jagdtrieb seines Vierbeiners kontrollieren. Teilen wir die jagende Hundewelt erst einmal in zwei Gruppen: Typ A und Typ B.
Hunde des Typs A sind diejenigen, die einen richtigen Jagdtrieb besitzen. Die meisten Angehörigen der Jagdhundrassen gehören dazu, Mischlinge aus ihnen, häufig südländische Hunde, die sich durch Jagen selbst ernähren mussten und als Besitzer einer abgewandelten Form des Jagdtriebs auch Hütehunde mit einem extremen Hütetrieb.
Alle diese Hunde nehmen systematisch und gezielt Fährten und Spuren auf. Sie rennen häufig mit tiefer Nase und sind offensichtlich darauf aus, irgendetwas zu finden. Flieht ein Kaninchen, schießen sie hinterher und geben auch nicht auf, wenn es längst außer Sicht geraten ist. Im Gegenteil: meistens ist auch der Hund länger verschwunden. Kommt er zurück, bringt er häufig Kratzer, Lehm und Sand mit: die Spuren äußersten Bemühens, ans Wild heranzukommen. Andere A-Typen scannen ununterbrochen den Horizont ab. Sie sind Sichtjäger und warten nur auf die kleinste Bewegung eines Tieres, um dann wie eine Rakete loszuschießen.
Hunde des Typs B geben zwar häufig das Bild eines jagenden Hundes ab, doch schaut man genauer hin, sieht man, dass sie ganz anders an dieses Vergnügen herangehen als ihre Kollegen vom Typ A. Sie schnüffeln hier und dort am Boden, nehmen aber nicht gezielt Fährten auf. Sie laufen zwar mit Vorliebe weit weg und ziehen große Kreise, doch sie rennen offensichtlich nur, weil sie das Rennen lieben. Kommt ihnen zufällig ein Fasan entgegen oder sie machen einen Hasen hoch, dann rennen sie natürlich hinterher, lassen aber auch schnell von ihnen ab, wenn sie diese nicht mehr sehen. Langeweile steckt häufig dahinter oder ein großer Bewegungstrieb oder ein liebgewordenes Hobby, von dem sie nicht wissen, dass es eigentlich verboten ist.
Was sagt uns das jetzt? Bei Hunden des Typs B reicht fast immer ein vernünftiges Training der Gehorsamkeit und Impulskontrolle, Auslastung des eventuell großen Bewegungstriebs und zudem regelmäßige Beschäftigung im Haus und auf Spaziergängen.
Hunde vom A-Typ benötigen auch all dies, nur von jedem eine größere Portion mit wesentlich mehr Konsequenz. Statt einer witzigen Beschäftigung brauchen sie eine sinnvolle, der Rasse entsprechenden Triebauslastung. Diese sollte aus einem aufbauenden Training bestehen, damit der Hund bemerkt, dass er eine wertvolle Tätigkeit ausführt, die ihn fordert. Ob dies Mantrailing ist, Fährtenarbeit, Rettungshundearbeit oder Apportiertraining – das hängt von vielen Faktoren ab. Typ-A-Hunde vom Jagen abzubringen, erfordert viel Geduld und ein systematisches Training über einen längeren Zeitraum, häufig bis zum Lebensende, denn sobald Gehorsamkeit und Triebauslastung nachlassen, wächst das Interesse an Wild.
Viel Spaß von DogWalker zu DogWalker wünscht Ihnen
Martina Nau
Persönlichkeit & Leckerchen (Februar 2012)
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Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)
Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 1: Die Jagdtypen (Juni 2009)
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