Willkommen beim Weblog DogWalker
im Juli 2015


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Juli 2015

Wer hüten will, braucht einen Hütehund ...

Baak DogWalker


  „Ein sehr schöner Hund: der Hütehund“

 

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Wer hüten will, braucht einen Hütehund ...

... und wer nicht hüten will? Genau: der braucht auch keinen Hütehund. Trotzdem entscheiden sich viele Menschen für diese Spezialisten unter den Hunden.

In den letzten Monaten beobachten wir, dass die Anzahl der Hütehunde in unseren Kursen nach langen Jahren der Stagnation wieder zunimmt. Eigentlich habe ich persönlich damit die wenigsten Probleme, denn Hütehunde sind schlau, schnell, lernbegierig und die meisten sind einfach zu trainieren. Das ist der Knackpunkt: das Training ist nicht das Problem - die Erziehung ist es oft. Und da diese nun mal (manchmal leider) nicht vom Trainer, sondern vom Hundehalter in die Hand genommen werden muss, sind viele Ersthütehundbesitzer häufig schon nach wenigen Wochen überfordert.

Erziehung bedeutet bei einem Hütehund, seine angeborene Neigung jedes und alles zu fixieren, schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Übertriebenes Hüteverhalten sollte beim Welpen oder Junghund erstens - wo immer es geht - vermieden und zweitens abgebrochen oder umgelenkt werden. Dies gilt auch, wenn sie Hunde, Menschen oder Lichtreflexe ständig umkreisen.

Hütehunde sind nahezu immer sehr zielorientiert. Sie sollen ihren einmal begonnenen Job zur Zufriedenheit des Schäfers zu Ende bringen. Im Alltag bedeutet dies für jemanden, der kein Schäfer ist, dass sie hartnäckig ihre Ziele verfolgen, egal was sie gerne hätten oder machen möchten und dass sie dazu neigen, sich in Aufgaben hineinzusteigern. Sehr schnell werden sie hierdurch nervös oder entwickeln neurotische Verhaltensweisen, die man ab einem gewissen Stadium nur noch schwer in normale Bahnen leiten kann.

Die häufigste Frage ist ohne Zweifel, ob und wie man einen Hütehund auslasten kann. Manche Hundebesitzer beginnen enthusiastisch mit den verschiedensten Beschäftigungen und Sportarten, um sehr bald entnervt festzustellen, dass ihr Hund nie müde wird und statt weniger immer mehr möchte. Ja, genau so ist das mit Hütehunden. Weniger ist daher oft von Anfang an mehr. Vor allem im Welpen- und Junghundalter müssen wir sie an ausgedehnte Ruhephasen gewöhnen. Wir sollten gezielt ihre Impulskontrolle trainieren und ihre Frustrationstoleranz erhöhen. Dies vor allem im alltäglichen Leben und nicht nur in Trainingssituationen.

Natürlich brauchen Hütehunde viel Auslauf, aber auch nicht mehr als andere aktive Hunde. Die meisten Menschen verstehen jedoch unter "viel Auslauf" stundenlange Spaziergänge (leider häufig auch noch ausschließlich an der Leine), und genau die sind es nicht, die ein Hütehund täglich braucht. Gerade die dann immer wieder neuen Eindrücke, die Hütehunde deutlich stärker wahrnehmen als andere Hundetypen, bereiten ihnen häufig viel Stress. Diesen Hunden ist schon damit geholfen, sie ab und zu statt eines Spaziergangs einfach längere Zeit im Garten laufen zu lassen oder die Länge der Spaziergänge zu verkürzen und mit ihnen zwischendurch Apportier-, Such- oder andere Spiele zu machen.

Letztendlich gibt es einen guten Tipp für jeden, der keine Schafe hat, aber gerne einen Hütehund hätte: In nahezu jeder Rasse gibt es neben den Arbeitslinien auch Showlinien. Entscheiden Sie sich für die letztere, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die typischen Verhaltensweisen der jeweiligen Rasse ein wenig schwächer ausgeprägt sind als bei den Arbeitslinien. Außerdem macht es Sinn, sich die Elterntiere nicht nur in deren Zuhause, sondern auch auf einem Spaziergang anzusehen. Hinterfragen Sie in dieser Situation kritisch, ob es der richtige Hund für Sie ist, mit dem Sie gerade unterwegs sind. Ist dies der Fall,  haben Sie sich zudem eingehend über die Eigenarten der Rasse informiert und sind Sie bereit, von Anfang an die nötige Erziehungsarbeit zu leisten, dann dürfte einem glücklichen Leben mit einem glücklichen Hütehunde nichts im Wege stehen.

Herzliche Grüße

Ihre Martina Nau

und das gesamte Baak Dogwalker - Team

 

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2017


Die Roll- oder Flexileine (Juli 2017)

Chihuahua (Juni 2017)

Gehorsamkeit kommt auf leisen Sohlen (Mai 2017)

Geschwindigkeiten (April 2017)

Kleine und große Missgeschicke: Die Stubenreinheit (März 2017)

Hunde dieser Welt: Der Irish Wolfhound (Februar 2017)

Der Leinen-Wahn-Sinn (Januar 2017)


2016


Typisch Junghund: stets gut gelaunt (Dezember 2016)

Über Beschäftigungswahn und Faulenzertum (November 2016)

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Bettelstudenten am Tisch (September 2016)

Der Korea Jindo Dog (August 2016)

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Eine Lanze für die Pfeife (Juni 2016)

Der 6. Sinn unserer Hunde (Mai 2016)

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Hatten Sie schon mal No-Gos? (Januar 2016)


2015


Unsere Rezepte gegen Langeweile (Dezember 2015)

Manchmal kommt er später (November 2015)

Hunde dieser Welt: Der Louisiana Catahoula Leopard Dog (Oktober 2015)

Sport und Spaß für Hund und Mensch: Rally Obedience (September 2015)

Die "Kunterbunte Hunderunde" (August 2015)

Wer hüten will, braucht einen Hütehund ... (Juli 2015)

Schlecht geprägt hält lebenslang (Juni 2015)

Bleib dort hinten und setz dich hin (Mai 2015)

Befindlichkeiten (April 2015)

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2014


Oh ja, mein Maulkorb! (Dezember 2014)

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Teamarbeit macht Spaß (Januar 2014)


2013


Hunderassen verstehen – leicht gemacht (Dezember 2013)

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Wau! Mein Haus, meine Straße, mein Park! (Oktober 2013)

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Gedanken zum Antijagdtraining (Januar 2013)


2012


Noch mehr Jägerwissen für Nichtjäger (Dezember 2012)

Jägerwissen für Nichtjäger (November 2012)

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Clicker: Fluch oder Segen? (August 2012)

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Was Hündchen schon lernt … (Mai 2012)

Hund und Recht – Teil 2 (April 2012)

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2011


Hauptberuf: Nur-Familienhund (Dezember 2011)

Tipps und Tricks für Schnüffelnasen (November 2011)

Ist das ein Rüde oder eine Hündin? (Oktober 2011)

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Achtung giftig! (Juli 2011)

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Wie gewöhne ich meinen Hund ans Alleinebleiben? (April 2011)

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Auf jedes Töpfchen … (Dezember 2010)

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Gutes Training … braver Hund! – Teil 2 (Oktober 2010)

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Sivesterangst (Dezember 2009)

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Was sieht, hört und riecht er eigentlich? (Oktober 2009)

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"Graue Schnauzen" - Interview mit Doro Dahl (August 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 1: Die Jagdtypen (Juni 2009)

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