Willkommen beim Weblog DogWalker
im Juli 2014


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Juli 2014

Ein Hund soll es sein

Baak DogWalker


   „Welpen sind immer süß!“

 

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Ein Hund soll es sein

Aber woher?

Es gibt so viele Möglichkeiten einen Hund zu finden, dass ein zukünftiger Ersthundebesitzer häufig überfordert ist. Aber auch glückliche Hundebesitzer, die einen neuen oder zusätzlichen Vierbeiner suchen, stehen immer wieder vor dem gleichen Problem: woher soll mein nächster Hund kommen?

Lassen Sie uns zunächst einmal die häufigsten Möglichkeiten sortieren:

  • aus einem deutschen Tierheim
  • aus dem Ausland von einer Tierschutzorganisation
  • selbst aus dem Ausland mitgebracht
  • vom Züchter mit VDH-Papieren
  • vom Züchter ohne VDH-Papiere
  • aus einem Zufallswurf von einem Bauernhof oder aus einem Privathaushalt
  • vom deutschen gewerblichen Händler
  • vom deutschen Vermehrer
  • vom ausländischen Händler und/oder Vermehrer

Nun haben wir schon einige Quellen zusammengetragen und sicherlich trotzdem die eine oder andere Möglichkeit vergessen. Fast jeder Leser hat in dieser Sekunde – nach dem ersten Durchlesen – bereits eine ganz klare Entscheidung getroffen: dies kommt für mich in Frage … jenes kommt auf keinen Fall in Frage.

Doch STOP! So einfach sollte es sich niemand von uns machen. Wir alle neigen dazu, uns das schön zu reden, was uns auf den ersten Blick gefällt. Die traurige Wahrheit ist, dass man seine Meinung ganz schnell ändert, wenn man sich traut hinter die Kulissen zu schauen. Ganz sicher hilft mir persönlich dabei meine Arbeit mit vielen Hunden und Hundebesitzern, aber auch jeder andere hat die Möglichkeit, sich übers Internet, Bücher und durch Besuche zu informieren. Und dann sieht die endgültige Entscheidung manchmal ganz anders aus als vorher – als es noch eine Bauchentscheidung war.

Was will ich eigentlich konkret sagen?

Nicht immer ist ein VDH-Züchter ein guter Züchter und nicht immer ist ein Hund ohne Papiere gesünder als einer mit Papieren. Nicht immer fühlt sich ein Hund aus dem Auslandstierschutz gerettet und nicht immer ist ein Schäferhund aus einem deutschen Tierheim eine schlechtere Wahl als ein Welpe aus Griechenland. Nicht immer ist ein Galgo jagdtriebiger als ein Terrier von einem Bauernhof und nicht immer ist ein Welpe von einem gewerblichen Händler kranker als der eines namhaften Züchters. Sicherlich wissen Sie nun, was ich meine.

Es gibt Quellen (ich nenne es mal so), aus denen kann man unter bestimmten Umständen einen Hund kaufen, dann gibt es jene, aus denen man nahezu immer und relativ unbesorgt einen Hund kaufen kann und zum Schluss gibt es jene, die zu Recht verpönt sind und verboten gehören sollten, auch wenn unser Gesetzgeber dies (aus welchen Gründen auch immer) es noch nicht gemacht hat. Zu letzteren zählen meiner Meinung nach auf jeden Fall jene (auch deutschen!) Händler und Vermehrer, die Hunde aus Massenzuchten aus dem Ausland importieren und hier verkaufen – teilweise sogar als von ihnen selbst gezüchtet. Es gibt aber auch in unserem Land Vermehrer, die unter sehr schlechten Bedingungen Massen von Welpen auf die Welt bringen und diese dann z. B. als „Unglückwurf vom Bauernhof“ verkaufen. Diese Leute annoncieren sehr häufig auf Internet-Verkaufs-Portalen und man findet sie ständig mit unterschiedlichen Rassen dort wider. Wenn ich sie finde, ohne lange zu suchen, dann kann sie jeder finden.

Nicht viel besser sieht es leider bei manchen Tierschutzorganisationen aus. Wahllos und wirr werden Hunde importiert, egal ob sie hier eine Chance auf ein tierschutzgerechtes Leben haben und egal, ob es überhaupt jemanden hier gibt, der mit ihrem schwierigen Charakter fertig werden könnte. Alles wird schöngeredet und –geschrieben und diese Vermittler zählen darauf, dass derjenige, der einen Hund aufgenommen hat, sich von ihm auch nicht mehr trennen möchte – egal wieviel Ärger und Leid in den nächsten Jahren auf alle (auch auf den Hund!) zukommt. Wählen Sie also auch hier die richtige Organisation und dort vor allem den richtigen – für Sie passenden – Hund aus.

Ein weiterer Punkt, der mich immer wieder erstaunt, ist die coole Einstellung einiger Vermehrer, für einen massenvermehrten Rassehund den gleichen Preis zu verlangen wie ein sorgfältig gezüchteter Welpe aus besten Verpaarungen mit genetisch einwandfreiem Hintergrund kostet … und die nachfolgend unglaubliche Naivität einiger Welpenkäufer, die diesen Preis für einen voraussehbar kranken und nicht rassetypischen Welpen bezahlen. Dies zeigt: Nicht immer kann man am Preis die gute Zucht erkennen.

Und dann gibt es immer wieder traurige Fälle, in denen Menschen sich voller Glück und Vertrauen in „Hobbyzüchter“ für einen Mischlingswelpen entscheiden (oft, weil man etwas Gutes tun möchte), ihn teuer bezahlen und dann feststellen, dass die Mischung dieser Rassen überhaupt nicht passt und es gesundheitliche und häufig auch Verhaltensprobleme gibt. Rein äußerlich mögen diese Mischungen hervorragend harmonieren, aber im Kopf spielen sich da oft Gewitter ab, wenn zum Beispiel ein zurückhaltender, sensibler Rüde ohne jeglichen Trieb mit einer extrovertierten und starktriebigen Hündin verpaart werden. Was dann geschieht, ist häufig traurig für die Hunde und ihre Besitzer. Glauben Sie mir, den Welpenvermehrern ist das meistens egal. Sie haben ihr Geld bekommen und nehmen in den allerseltensten Fällen einen kranken oder verhaltensgestörten Hund zurück.

Wenn dieser Weblog nun den einen oder anderen Leser anregt, über seine geplante Kaufentscheidung noch einmal nachzudenken oder einen Tierarzt, Hundetrainer oder ansonsten mit Hunden verbundenen Menschen vor dem Kauf hinzuzuziehen, dann habe ich mein Ziel hiermit erreicht. Kaufen Sie bitte nie aus Mitleid oder dem Bauchgefühl heraus ihr zukünftiges Familienmitglied. Denken Sie daran, dass für jeden armen Hund, den Sie dem falschen Menschen abkaufen, ein neuer armer Hund nachkommt, der sonst vielleicht nicht nachgekommen wäre.

Würden Menschen nicht ständig Hunde bei Vermehrern, Händlern und sonstigen Leuten kaufen, die einfach mal einen schnellen Euro nebenbei machen möchten, dann gäbe es weniger Elend in der Hundewelt. Bitte: Wir haben es alle hin der Hand. Seien Sie misstrauisch und glauben Sie nicht alles, was man Ihnen erzählt. Lassen Sie uns wirkliche Hundefreunde unterstützen und keine windigen Geschäftemacher.

Herzliche Grüße

Ihre Martina Nau

und das gesamte Baak Dogwalker - Team

 

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2017


Die Roll- oder Flexileine (Juli 2017)

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