Willkommen beim Weblog DogWalker
im Februar 2010


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Februar 2010

Hundebegegnungen – Wie verhalte ich mich richtig?

Baak DogWalker
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Wie oft ist das schon geschehen? Sie gehen mit Ihrem Hund, Sie begegnen einem fremden Hund – und sind unsicher. Wer weiß schon, was als nächstes passiert? Bleibt alles friedlich oder gibt es gleich eine Auseinandersetzung? Es ist so: niemand kann es immer voraussagen. Trotzdem gibt es bestimmte Anzeichen für die eine oder andere Möglichkeit. Und man sollte sich an gewisse Verhaltensregeln halten.

Wir dürfen nie vergessen, dass nicht alle Hunde gut sozialisiert und erzogen sind. Genauso gut besteht die Möglichkeit, dass der andere Hund krank ist und deshalb nicht "normal" reagiert. Sie können sich jedenfalls nicht darauf verlassen, dass Hunde immer alles untereinander ausmachen und niemand dabei zu Schaden kommt. Daher ist es wichtig, sich zunächst einmal mit ihrer Körpersprache auszukennen. Wie sieht es aus, wenn zwei Rüden einander nur imponieren wollen, und wie, wenn der eine den anderen dominieren möchte, dieser sich das aber nicht gefallen lässt? Was machen Hunde, wenn sie sich zum Spiel auffordern. Und wo endet das Spiel und wo beginnt der Ernst? All das können Sie nur beurteilen, wenn Sie sich ein wenig mit der Sprache unserer Hunde befassen.

Einige allgemeine Verhaltensregeln helfen Ihnen jedoch in jeder Situation. Bitte leinen Sie Ihren Hund immer an, wenn Ihnen ein angeleinter Hund begegnet. Es wird schon seinen Grund haben, dass er angeleint ist. Vielleicht ist er krank oder er jagt oder er ist aggressiv oder es ist eine läufige Hündin. Geht Ihr Hund an der Leine und es kommt Ihnen ein nicht angeleinter Hund entgegen, lassen auch Sie Ihren am besten frei laufen oder Sie lassen Ihrem Hund viel Leine, damit er dem Entgegenkommenden mit seinem Körper Informationen geben kann. Will Ihr Hund die Seite wechseln, lassen Sie ihn, wahrscheinlich hat er die Situation besser erfasst als Sie. Kommt es zu einer anfänglichen Auseinandersetzung zwischen den beiden, laufen Sie ruhig und zügig weiter, im Ernstfall lassen Sie die Leine los. Auf keinen Fall sollten Sie stehen bleiben, einen kleinen Hund hochnehmen und Sie sollten auch nichts sagen. Damit bestärken Sie beide Hunde in ihrer Aggression.

Oft ist es einfacher vorausschauend spazieren zu gehen. Wechseln Sie einfach die Richtung oder nehmen Sie einen anderen Weg, wenn Sie sich nicht sicher sind, dass die bevorstehende Hundebegegnung problemlos verlaufen wird. Das ist besser als eine Konfrontation. Die größte Sicherheit (und Selbstvertrauen) gibt Ihnen jedoch die Gewissheit, mit einem gut sozialisierten und wohlerzogenen Hund unterwegs zu sein, der gehorcht. Mit ihm bestehen Sie die meisten Situationen

Sie selbst können jedoch noch viel mehr machen, um keine Probleme mit fremden Hunden zu bekommen:

  • Laufen Sie nicht im schnellen Schritt geradewegs auf Hunde zu. Das heißt in der Hundesprache, dass Sie drohen und sich aggressiv verhalten. Lieber langsamer gehen, einen kleinen Kreis andeuten, den Hund nicht direkt ansehen.
  • Vermeiden Sie ein „Angststarren“. Wir Menschen neigen dazu, das anzustarren, was uns Angst macht. Das bedeutet für den Hund: Konfrontation.
  • Auch unbeabsichtigtes direktes Starren in die Hundeaugen bedeutet für den Hund „Fixieren“. Geben Sie dem Hund nicht den Eindruck, Sie wollten sich mit ihm messen, wollten herausfinden, wer von ihnen beiden der Stärkere ist. Sie beabsichtigen das gar nicht, der Hund versteht „Fixieren“ aber so.
  • Bewegen Sie sich nicht zu viel, wehren Sie Hunde nicht mit Händen, Armen oder Stöcken ab, auch das fasst ein Hund manchmal als Aggression auf.
  • Zeigen Sie keine panischen Reaktionen wie Schreien oder Flüchten. Die einen Hunde sehen Sie plötzlich als Jagdopfer, andere Hunde meinen, sie müssten einen flüchtenden Dieb aufhalten, wieder andere sehen in Ihnen eine willkommene Ablenkung ihres langweiligen Alltags – und rasen auf Sie zu. Dies alles gilt vor allem für Radfahrer, Jogger und Walker.
  • Wer Angst hat, stößt Adrenalin aus. Das riecht jeder Hund auch aus einiger Entfernung. Atmen Sie ruhig durch und versuchen Sie sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Schauen Sie in den Himmel oder nach unten auf den Weg. Das funktioniert oft sehr gut.
  • Gehen Sie nie zu nah an Hunden vorbei, die angeleint alleine auf ihren Besitzer warten. Häufig sind diese Hunde gestresst und unsicher, so dass sie ein zu nahes Vorbeigehen als Bedrohung empfinden.

Hundebegegnungen müssen nicht unbedingt dramatisch und aufregend sein. Jeder von uns hat einen großen Einfluss darauf, wie sie verlaufen. Wenn wir einen ruhigen, souveränen Eindruck machen, dann haben wir fast immer gewonnen. So helfen wir unserem eigenen und allen fremden Hunden, aus einem Zusammentreffen eine Selbstverständlichkeit zu machen.

Viele Grüße

Ihre Martina Nau

 

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