Willkommen beim Weblog DogWalker
im Dezember 2012


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Dezember 2012

Noch mehr Jägerwissen für Nichtjäger

Baak DogWalker


   Wichtig: "Hier findet unser Hund im Frühjahr häufig Wild"

 

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Noch mehr Jägerwissen für Nichtjäger

Angeregt durch unseren Weblog im letzten Monat habe ich in den letzten Wochen mehrfach die Frage gehört:

Was wissen eigentlich Jäger über Wald, Feld und Wild, das wir Hundehalter ebenfalls wissen sollten?

Zuweilen erkennt man Klugheit nicht an den Antworten, sondern an den Fragen – und dieses ist solch eine Frage.

Wenden wir uns erst einmal der liebsten Beschäftigung unserer Hunde zu: Hasen jagen. Es gibt Hasen und es gibt Kaninchen. Hasen sind wesentlich größer als Kaninchen. Sie setzen ca.
drei bis vier Mal pro Jahr jeweils ca. sieben bis acht Junge. Die ersten Sätze im Jahr finden wir meistens schon im Februar oder März. Ähnlich sieht es bei den Kaninchen aus.

Hasen sind Einzelgänger und leben im Wald oder auf Wiesen. Sie ducken sich in Sassen (gegrabene Löcher), um sich vor Feinden und Wetter zu schützen. Erst wenn man ganz nah an sie herankommt, flüchten sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Ihre Sprünge können eine Länge von drei bis vier Metern haben. Dass solch ein Bewegungsablauf unsere Hunde zum Verfolgen reizt, ist nicht verwunderlich, genauso wenig wie die Tatsache, dass unsere Hunde einen flüchtenden Hasen manchmal tatsächlich über lange Strecken hetzen. Die Jungen des Hasen liegen schon kurz nach der Geburt in Sassen, anfangs alle zusammen, einige Tage später werden sie einzeln auf mehrere Sassen verteilt. So erhöht sich die Überlebenschance der Junghasen. Flüchten können sie jedoch noch nicht, und wenn, dann nur über sehr kurze Strecken. Und so geschieht es, dass wir und unsere Hunde nahezu ein halbes Jahr lang auf plötzlich hochgehende oder in Sassen liegende Hasen treffen.

Kaninchen leben in Kolonien. Sie graben Bauten, in die sie ihre Jungen setzen und sich vor Feinden schützen. Ist Gefahr in Verzug, z. B. in Form unseres Vierbeiners, dann warnen sie sich gegenseitig durch Klopfen und verschwinden in ihre Bauten. Eine Hetze wird unser Hund also wahrscheinlich nicht oder nur kurz veranstalten, aber viele Hunde buddeln mit großem Elan stundenlang am Baueingang. Dem Hundebesitzer bleibt oft nichts anderes übrig als seinen Hund dort abzuholen, weil er auf kein Rufen und Pfeifen hört. Habe ich einen solchen Hund, beginne ich genau hier mit dem Abruftraining.

Brut- und Setzzeit sind nach dem Bundesjagdgesetz vom 1. März bis 30. Juni (Haarwild) und vom 1. April bis 30. Juni (Federwild). In dieser Zeit können wir als Spaziergänger damit rechnen, dass sich junges, gerade geschlüpftes oder gesetztes Wild an Gewässern im Schilf, in Hecken am Wegesrand oder in Wiesen aufhält. Kitze werden häufig in Wiesen am Waldrand oder auf Lichtungen abgelegt und sind anfangs nahezu bewegungsunfähig, später nicht unbedingt geschickt im Flüchten. Dies ist die Zeit, in der es aus allen Hecken und Ecken piepst und fiept, und selbst wenn wir es nicht immer hören, sehen und riechen – unsere Hunde können genau dies. Entsprechend geschärft sind ihre Sinne und oft sind sie uns gegenüber sehr unaufmerksam. Einen sehr jagdtriebigen Hund würde ich entweder an die Schleppleine nehmen oder – und dies ist die bessere Alternative – woanders spazieren gehen.

Ansonsten gibt es während des ganzen Jahres vor allem im Wald spannende Dinge zu entdecken. In der Nähe von Jagdkanzeln finden wir vereinzelt Luderplätze oder Kirrungen, beides Futterangebote, um Wild anzulocken. Vor allem im Winter und in Notzeiten, dann, wenn das Wild wenig Futter findet, wird es an Futterplätzen versorgt. Ich finde, es sollte selbstverständlich sein, dass wir als Spaziergänger und Hundehalter diese Plätze meiden und dem Wild so Sicherheit und Rückzugsorte geben. Vor allem, wenn man einen jagdtriebigen Hund hat, sollte man nicht nur denken: Wo Jagdkanzel, da womöglich schießender Jäger … sondern: Wo Jagdkanzel, da auch Wild. Und wo Wild ist, dahin sollte mein Hund nicht.

Aber es gibt auch andere Hinweise darauf, wo sich Wild aufhält. Auf Wiesen oder links und rechts der Waldwege, die sie kreuzen, erkennt man oft so genannte Pässe oder Wechsel. Dies sind Wege, die das Wild immer wieder nimmt – oft über viele Jahre.  Hier duftet es für unsere Hunde ganz besonders gut und daher sollten wir aufpassen, dass sie nicht genau an diesen Stellen Wildfährten aufnehmen – und auf und davon sind.

Heftig aufgewühlter Boden und große Schlammlöcher im Wald und auf Lichtungen lassen darauf schließen, dass in dieser Gegend Rotwild oder Wildschweine zu Hause sind. Diese Suhlen dienen der Körperreinigung und dem Fernhalten von Fliegen. Hier heißt es also, ein wenig auf sich und den Hund aufzupassen. Wildschweinen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, kann sehr unangenehm werden, erst Recht wenn unser Hund auch noch beschließt sie anzugreifen.

Ich würde mich freuen, wenn nun der eine oder andere Leser – vielleicht auch ein wenig angeregt durch diesen Artikel – mit offenen Augen und vielen Fragen durch die Natur geht. Es gibt immer wieder interessante Dinge zu entdecken. Manchmal beschehrt einem eine Nachfrage beim Förster oder Jäger oder ein kurzer Blick ins Internet ein richtiges Aha-Erlebnis. Und es gibt noch jemanden, den wir alle in den nächsten Wochen fragen können, wer sich so alles dort aufhält, wo wir gerade sind: den Neuschnee. Versuchen Sie doch mal Spuren an einem frühen Morgen zu finden, wenn in der Nacht Schnee gefallen ist. Sie werden sich wundern, wen Sie da alles finden.

Herzliche Grüße, ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein wenig Ruhe

wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

 

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