Willkommen beim Weblog DogWalker im Dezember


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Dezember:

Silvesterangst

Baak DogWalker
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Alle Jahre wieder erleben viele unserer Hunde den Jahreswechsel als Angst erregendes, wenn nicht sogar traumatisches Ereignis. Nicht immer kann man verhindern, dass der eigene Hund mit Furcht auf den Knall und das Zischen von Feuerwerkskörpern reagiert. Häufig beginnt dieser Stress ein oder zwei Tage vor Silvester, weil es hier und dort schon mal knallt. Viele dieser Hunde, die dann eingeschüchtert und zitternd erstarren, sind ansonsten nicht schussscheu. Es ist eine diffuse Furcht, unter der sie leiden. Andere Hunde weigern sich plötzlich, das Haus zu verlassen oder zu essen. Das alles muss nicht sein, denn wir sollten durch vernünftige Vorsorge bei dem eigenen Hund die schlimmsten Reaktionen  verhindern. War dies nicht möglich, können wir ihm die Tage vor Silvester und den Silvesterabend erleichtern.

Zunächst einmal sollte jeder Hundebesitzer bereits seinen noch jungen Hund mit vielen verschiedenen Geräuschen bekannt machen. Zeigt er Angst, ist es wichtig, diese zu ignorieren und den Hund nicht durch tröstende Zuwendung zusätzlich zu verunsichern. Zeigen Sie Ihrem Hund Souveränität und Selbstsicherheit. Vermitteln Sie ihm durch langsame, nicht hektische Bewegungen und entspanntes Verhalten, dass es nichts gibt, das diese Situation außergewöhnlich oder gefährlich macht. Manchmal geschieht es jedoch, dass wir uns selbst vor einem Knall oder lauten Geräusch erschrecken. Das bemerkt unser Hund sofort und zeigt womöglich augenblicklich Angst. In diesem Fall sollten wir so schnell wie möglich nochmals eine kontrollierte Situation herstellen mit dem gleichen, jedoch leiseren Geräusch (vielleicht aus größerer Entfernung), aber diesmal „richtig“ darauf reagieren – nämlich gar nicht.

Leidet der Hund bereits unter Schussangst oder Angst vor Knallgeräuschen, sollte er über einen längeren Zeitraum systematisch desensibilisiert werden. Bei extrem panischen Hunden führt diese Behandlung nicht immer zum Erfolg, aber häufig mildert sich zumindest die Reaktion – auf jeden Fall ist dies eine Chance für den Hund, ein stressfreieres Leben zu führen, denn Knallgeräusche gibt es ja nicht nur zum Jahreswechsel. Bei der Desensibilierung setzen wir den Hund anfangs leisen Knallgeräuschen aus, die im Laufe des Trainings sehr langsam, aber stetig lauter werden. Dies geschieht in einer für den Hund entspannten Situation, zum Beispiel während eines Spiels oder der Fütterung. Es gibt hierfür Geräusch-CDs, die unter anderem auch Feuerwerkgeräusche enthalten. Zeigt der Hund bei einer bestimmten Lautstärke Angst, wird das Geräusch wiederum nur so leise abgespielt, dass er sich wohl fühlt. Minimale Schritte sind hier sehr wichtig.

Neben all diesen Vorsichtsmaßnahmen und Trainingsansätzen haben wir zudem verschiedene Möglichkeiten, unserem Hund über die für ihn schwierigen Tage am Jahresende zu hinweg zu helfen. Neben homöopathischen Mitteln und Bachblüten gibt es seit einiger Zeit Pheromonpräparate. Pheromone sind Geruchsstoffe, die durch die Mutterhündin an ihre Welpen abgegeben werden, um ihnen ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit zu geben. Sowohl das  D.A.P.-Halsband und der D.A.P.-Zerstäuber für die Steckdose als auch das Anti-Frust-Wohlfühlhalsband der Firma beaphar imitieren erfolgreich diese Pheromone und haben eine positive Wirkung auf gestresste und verängstigte Hunde. Egal für welches Hilfsmittel Sie sich entscheiden, Sie sollten es dem Hund zirka zwei Wochen vor Silvester geben, damit eine rechtzeitige Wirkung eintritt.

Am Silvesterabend sollten wir unseren Hund – falls er unter den Feuerwerkgeräuschen leidet – nicht alleine lassen. Nehmen Sie ihn auch nicht mit hinaus, um sich das Feuerwerk anzuschauen. Stattdessen schließen sie lieber alle Türen und Fenster, lassen die Rolladen herunter und starten den Fernseher oder das Radio, das einen Teil der Knall- und Zischgeräusche übertönt. Ignorieren Sie die Angst Ihres Hundes und sprechen Sie ihn nicht an. Machen Sie es sich vielmehr auf dem Sofa gemütlich, legen Sie die Füße hoch und zeigen Sie ihrem Hund so, dass es nichts gibt, was Sie aufregt.

Ihnen einen schönen Advent und Ihrem Hund einen angenehmen Jahreswechsel wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

 

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