Willkommen beim Weblog DogWalker
im August 2015


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im August 2015

Die "Kunterbunte Hunderunde"

Baak DogWalker


  "Leider nicht immer so: eine Hundegruppe mit gutem Benehmen"

 

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Die "Kunterbunte Hunderunde"

Haben Sie schon mal an einer Rudelwanderung teilgenommen? Rudelwanderungen sind der letzte Schrei! Einfach toll, dachte ich, das muss ich auch machen. Ganz viele Leute, ganz viele Hunde und alle haben Spaß. Genau das Richtige für meinen Bellino und mich. Also habe ich Heinz angerufen. Heinz organisiert in der Nachbarstadt Rudelwanderungen, natürlich privat und kostenlos, aber durchaus professionell. Mit einer Website, auf der sich die festen Rudelmitglieder mit Fotos und Geschichten verewigen können und auf der immer aktuell steht, wann und wo sich das Rudel trifft. Sogar einen Namen haben sie: "Kunterbunte Hunderunde". Jeder, der Lust hat, kommt einfach zum Treffpunkt und kann mitlaufen.

An einem Sonntag fuhr ich mit Bellino auf einen Waldparkplatz, und es warteten schon etliche Menschen und Hunde dort. Einige Hunde waren angeleint, einige liefen ohne Leine herum und verteilten schon mal ihre Visitenkarten, einige bellten - und alle waren in Rudelwanderungsstimmung. Eine Viertelstunde später liefen wir los mit genau 25 Zwei- und 16 Vierbeinern. Wir liefen über Wiesen, Wege und durch einen Wald. Wir Menschen redeten entspannt miteinander, tauschten Erfahrungen, Tipps und Geschichten aus und sahen zwischendurch auch mal nach den Hunden. Diese liefen alle frei, auch die, die ansonsten nie ohne Leine laufen durften, außer auf den Rudelwanderungen. Man erklärte mir, dass sie ja nicht abhauen würden, weil sie unbedingt bei ihrem Rudel bleiben wollten. Bisher waren am Ende des Spaziergangs noch immer alle wieder auf dem Parkplatz, manche warteten sogar schon dort, weil sie sich verlaufen hatten, aber wussten, wo die Autos standen. So erzählte man mir.

Die Hunde hatten aber auch wirklich viel Spaß. Sie prügelten sich und hüpften lustig, sie sprangen und bellten und rannten um die Wette. Manchmal waren sie direkt um uns herum, manchmal auch mehrere hundert Meter entfernt. Schäferhund, Jack Russell, Border Collie, Labrador, Aussi, viele Mischlinge - tatsächlich war unsere Hunderunde kunterbunt. Und alle vertrugen sich phantastisch. Ja, sie waren sogar so sozial, dass sie auch entgegenkommende Hunden und Menschen freudig begrüßten, durch Bellen und Umrunden zum Spielen aufforderten und notfalls die fremden Hundebesitzer zwangen, deren arme angeleinte Hunde endlich abzuleinen, damit sie mit rennen konnten. Eigentlich wollten alle Entgegenkommenden uns ausweichen, doch das war selten möglich. Sie waren darüber nicht sehr glücklich und regten sich auf, einige beschimpften uns unflätig. Wir versuchten ihnen zu erklären, dass sie keine Ahnung hätten, ansonsten würden sie ihren Hunden doch auch mal den Spaß gönnen, den unsere hatten. Ein älterer Herr nahm seinen kleinen Mischlingshund sogar auf den Arm und alles Zureden nutzte nichts: während er schimpfte und nach Luft schnappte, ließ er sich lieber von unseren Hunden anspringen, als dass er seinen Hund einfach wieder auf den Boden setzte. Sein Hund hätte Angst vor so vielen fremden Hunden. Dabei wäre doch nichts passiert, denn alle unsere Hunde, die um ihn herum waren, sind zwar groß, aber auch lieb. Außerdem soll man Hunde in solchen Situationen nie auf den Arm nehmen. Das weiß doch jeder.

Nach etwas mehr als einer Stunde näherten wir uns wieder dem Waldparkplatz. Tatsächlich lagen dort bereits zwei Hunde und streckten ihre Glieder in die Sonne. Wir hatten gar nicht bemerkt, dass wir sie verloren hatten, aber nun waren sie ja wieder da.

Ein paar Tage später spazierten Bellino und ich durch unser liebstes Spaziergeh-Gebiet: ein geschlängelter Weg, links Wald, rechts Wiesen. Gerade noch herrschte eine unglaubliche friedliche Stille - und plötzlich knackte es links von uns im Unterholz. Vier Hunde schossen direkt danach aus einem schmalen Waldweg. Sie umkreisten uns, bellten, einer legte seine Pfote auf Bellinos Rücken, zwei andere stupsten ihre Nase in seinen Hintern und einer sprang mich bellend an. Gleichzeitig kam uns eine Gruppe Menschen und Hunde entgegen. Es war die "Kunterbunte Hunderunde".  Die Gruppe war groß und breit wie eine Phalanx römischer Soldaten. Die vierbeinige Vorhut umkreiste uns bellend und springend. Ihnen folgte eine Gruppe lustig schnatternder Menschen. Inzwischen waren die ersten vier Hunde bereits weiter gelaufen. Mein eigentlich unerschütterlich selbstbewusster Bellino versuchte sich zwischen meinen Beinen zu verstecken. Ich fiel beinahe hin und machte ganz sicher ein verärgertes Gesicht. Ein kunterbuntes Rudelmitglied rief mir zu: "Hey, guck nicht so blöd. Sind doch alle ganz lieb. Wieso gönnst du deinem Hund nicht auch mal so viel Spaß?" Ich kannte ihn nicht, der war vor ein paar Tagen nicht dabei gewesen. Drei andere Rudelmitglieder erkannte ich, sie grüßten und gingen schnell weiter. Heute gehörte ich nicht dazu.

"Geht's auch ein wenig rücksichtsvoller?", fragte ich den Rudelaufklärer. Der antwortete nicht und folgte den anderen. Ich blickte hinunter auf meinen Hund: heute kein Hundeheld, aber offensichtlich stark beeindruckt und verziert mit einem frischen Kratzer am Ohr. Bellino und ich ließen ihnen einen vernünftigen Vorsprung und hatten Glück: Wir sahen die Kunterbunten an diesem Tag nicht mehr wieder. Und wir hatten Zeit nachzudenken. Darüber, dass alle Menschen und Hunde auf einer so ablaufenden Rudelwanderung Spaß haben - nur nicht die Entgegenkommenden.

Seitdem freue ich mich um so mehr, dass die "Kunterbunte Hunderunde" eine Website hat. Dort informieren wir uns regelmäßig, wann und wo die Hunderunde läuft. Wir laufen dann woanders. Es haben sich uns zwei Zufallsbekanntschaften angeschlossen. So machen wir ab und zu mit drei Menschen und drei Hunden einen schönen Spaziergang. Wir sind uns einig: mehr wollen wir nicht werden.

Nachdenkliche Grüße

Ihre Martina Nau

und das gesamte Baak Dogwalker - Team

 

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