Willkommen beim Weblog DogWalker
im August 2014


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im August 2014

Hunde dieser Welt: Löffelhunde

Baak DogWalker


   „Der Löffelhund (Otocyon megalotis), auch Löffelfuchs genannt.“

 

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Hunde dieser Welt: Löffelhunde

Vor einigen Tagen bin ich in einem Buch auf eine hierzulande ziemlich unbekannte Hunderasse gestoßen: die Löffelhunde. Ich finde, sie haben es verdient, auch in unseren Breitengraden ein wenig bekannter zu werden. Es sind sympathische Zeitgenossen: sozial, familienverbunden, die Männer helfen im Haushalt und sie halten Frieden mit konkurrierenden Rudeln. Sie sind nicht vom Aussterben bedroht und werden sogar manchmal als Haustiere gehalten. Generell sind sie in Afrika nicht unbeliebt, denn sie vertilgen schließlich Massen von Termiten.

Der Löffelhund (auch Löffelfuchs genannt, im Englischen z. B. „bat-eared fox“) ist ein Wildhund, der in der afrikanischen Savanne lebt. Es gibt zwei verschiedene Unterarten, von denen die eine weite Teile des südafrikanischen Kontinents bewohnt, die andere hat sich über einige Staaten Südostafrikas verbreitet. Beide Unterarten halten sich bevorzugt in Landschaften auf, in denen das Gras eine maximale Höhe von ca. 25 cm hat. Wächst es höher, wandern Löffelhunde weiter. Der Grund hierfür ist ihre Hauptnahrungsquelle, die Termiten, die in dieser Landschaft leben. Von ihnen ernährt sich der Löffelhund zu ca. 90 %.

Auch der Tagesablauf richtet sich nach den Termiten. Löffelhunde sind tag- und nachtaktiv, je nach Aktivität der Termiten, die sich wiederum an Jahreszeiten orientiert. Gibt es keine Termiten auszugraben, ernähren sich diese Wildhunde von anderen Insekten wie Schmetterlinge, Ameisen, Käfern oder von kleinen Nagetieren und Vögeln.

Die Geschichte des Löffelhundes ist sehr, sehr alt. Inzwischen nimmt man an, dass es ihn bereits vor ca. 7 Millionen Jahren gab. Er scheint sich von der Linie der damals lebenden Caniden abgespalten zu haben. Untersuchungen mit Hilfe der Molekularbiologie wiesen zudem eine Nähe zu Fuchslinien auf. Die ältesten gefundenen Überreste des Löffelhundes sind ca. 2 Millionen Jahre alt.

Löffelhunde sind kleine Hunde. Sie erreichen eine Schulterhöhe zwischen 30 und 40 cm und ein Gewicht von 3 bis 5 kg. Ihre Ohren dagegen sind außergewöhnlich groß. In etwa 13 cm werden sie lang und mit ihnen kann er besonders gut hören, gibt aber auch überschüssige Körperwärme mit ihnen ab. Diese Ohren haben dem Hund seinen Namen gegeben.

Die Fellfarbe ist braun-grau, die Gesichtsmaske und Ohren schwarz. Manche Hunde haben auf dem Rücken einen schwarzen Aalstrich. Das Gebiss ist mit 46 bis 50 Zähnen das zahnreichste, das es unter höheren Säugetieren gibt. Ganz sicher ist es das Ergebnis seiner Anpassung an seine Ernährungsweise: Termiten ausgraben und diese vielen, kleinen Tiere essen.

Löffelhunde bellen und heulen nicht, sondern geben kurze Pfiffe oder Fieptöne von sich, um sich mit ihren Artgenossen zu verständigen. Mit ihnen leben sie in Rudelverbänden, die aus einem Paar (sie leben meistens monogam) und seinen Nachkommen bestehen. Ihre Würfe bestehen aus ein bis sechs Welpen, die zur Welt kommen, wenn die Jahreszeit einen besonders großen Insektenreichtum zulässt. Der Vater kümmert sich außergewöhnlich stark um die Welpenaufzucht. Häufig wandert der männliche Nachwuchs bereits mit einem halben Jahr ab, während der weibliche oft mehrere Jahre bleibt und die nächsten Würfe mit betreut.

Diese Rudel leben zwar in Revieren, markieren und verteidigen sie aber nicht gegenüber anderen Löffelhundrudeln. So überschneiden sich die Reviere verschiedener Rudel häufig, ohne dass es Streit gibt. Jedes Rudel lebt in mindestens einem, manchmal auch in mehreren Erdbauten, die sie selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen haben.

Kommunikationstechnisch zeigen Löffelhunde sehr viele Gesten, die wir von unseren Haushunden kennen. So übermitteln sie mit Hilfe der gleichen Körpersprache zum Beispiel Spielaufforderung, Aggression oder Angst.

Leider hat der Löffelhund auch Feinde. Er wird von Schakalen, Greifvögeln, Leoparden, Geparden, Löwen und Hyänen gejagt – und gegessen. Ihr schlimmsten Feinde sind jedoch Tollwutepidemien, die die häufigste Todesursache darstellen.

Und wer solch einen Löffelhund mal im Original sehen möchte, der kann sich diesen Wunsch sicherlich erfüllen. Wir finden sie in einigen europäischen Zoos. Ganz bestimmt ist es mit diesem Hintergrundwissen spannend, sie eine Zeitlang dort zu beobachten.

Viele Grüße und einen schönen August

wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

und das gesamte Baak Dogwalker - Team

 

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2017


Die Roll- oder Flexileine (Juli 2017)

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Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 1: Die Jagdtypen (Juni 2009)

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