Willkommen beim Weblog DogWalker
im August 2010


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im August 2010

Hunde in der Pubertät: Sensibel und wild

Baak DogWalker
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Tja, man glaubt es kaum, aber auch Hunde kommen in die Pubertät. Wie beim Menschen
ist sie keine Phase, die ab einem bestimmten, festlegbaren Tag beginnt und an einem anderen vorausschaubaren Tag endet. Eingeleitet wird sie, wenn der Folgetrieb am Ende des vierten Lebensmonats nachlässt. Aus dem Welpen wird ein Junghund, aus einem zumeist lieben Vierbeiner ein kleiner Rüpel. Sensibel ist er und gleichzeitig wild. Man muss ihn in die Schranken weisen, darf aber sein noch so junges Vertrauen nicht verspielen. Das ist nicht leicht. Versuchen wir erst einmal zu verstehen, was eigentlich in ihm vorgeht.

Lassen Sie uns doch mal in einen Hund zwischen fünf und sieben Monaten hineinblicken. Er hat Zahnschmerzen, Wachstumsschmerzen, Hormonschwankungen, er entdeckt den Unterschied zwischen Rüden und Hündinnen, und dann ist da plötzlich auch noch dieses dringende Verlangen zu jagen, zu hüten oder zu wachen. Wer kennt sich da noch aus in seinem eigenen Körper? Dies alles verursacht enormen Stress. Von heute auf morgen springt er wieder Leute an, einfach so, im Vorbeigehen. Er prügelt sich mit anderen Hunden, dass einem angst und bange wird. Er rennt plötzlich auf die Straße: das hat er vorher noch nie gemacht!  Er gehorcht nur noch, wenn ihm gerade danach ist. Er will partout nicht mehr ins Auto steigen. Er zieht plötzlich wieder an der Leine. Man könnte die Liste bis ins Unendliche fortsetzen.

Mit all den neuen Problemen müssen Hund und Mensch gemeinsam fertig werden. Und während wir uns noch wundern, was mit unserem jungen Hund los ist, geschieht dies in seinem Körper:

  • Drang nach Verselbständigung
  • Zahnwechsel
  • Wachstumsschübe
  • Hormonschwankungen
  • Entwicklung der vererbten Anlagen
  • Ausbildung des Geschlechtstriebs

Gerade Rüden neigen im Junghundalter zu einem starken Selbstbewusstsein. Wie menschliche Halbstarke prügeln sie sich gerne um irgendwelche Dinge, die selten einen Wert für sie haben. Es geht nur darum sich zu behaupten. Vor allem dem eigenen Geschlecht gegenüber zeigen viele nun ein gesteigertes aggressives Verhalten. Wer den eigenen Rüden genau beobachtet, entdeckt schnell: dieses ist nicht mehr die gleiche Art zu spielen, wie er als Welpe gespielt hat. Sorgen Sie nun dafür, dass sich der junge Herr erst gar nicht angewöhnt, Hündinnen zu belästigen oder unterwegs mal schnell eine Prügelei mit einem anderen Rüden anzuzetteln. Unterbinden Sie dieses Verhalten sofort. Häufig reicht es, den Jungspund unverzüglich anzuleinen und ihn nach wenigen Minuten wieder in die Freiheit zu entlassen. Damit haben Sie seine Position in der Gruppe geschwächt. Beginnt man damit sehr früh, lernen die meisten Flegel sehr schnell, dass der Spaß vorbei ist, wenn sie sich nicht benehmen. Mit dem erneuten Freilassen geben Sie ihm die Chance es besser zu machen.

Hündinnen benehmen sich in diesem Alter selten besser als ihre männlichen Artgenossen, jedoch meistens irgendwie anders schlecht. Man kann ihr Verhalten tatsächlich häufig mit zickig umschreiben. Sie machen alles ja irgendwie und irgendwann, aber wie und wann, das variiert. Unsere jüngste Hündin hat in diesem Alter häufig mit uns „geschimpft“: hat ihr etwas nicht gepasst, hat sie uns erst angekläfft, ehe sie das tat, was sie sollte. Wie wir damit umgegangen sind? Wir haben demonstrativ weggeschaut und einfach gewartet, bis sie ihre Kläffattacke beendet hatte, dann haben wir auf „Sitz“, aufs Warten oder Anleinen bestanden, eventuell noch einmal ruhig ein Kommando gegeben, und alles war gut. Warum aufregen? Das geht auch wieder vorbei.

Irgendwann – je nach Hundetyp und Rasse wenige Wochen oder Monate nach dem ersten Geburtstag unseres Jugendlichen – können wir bemerken, dass seine pubertären Allüren allmählich abflachen, wenn … ja wenn wir ihn bis dahin ruhig und konsequent erzogen haben! Nun macht es umso mehr Spaß, mit ihm gemeinsam etwas zu unternehmen. Aus dem kleinen Welpen ist in kurzer Zeit ein verständiger, erwachsener Begleiter geworden.

Viele Grüße und einen schönen, erlebnisreichen August wünscht Ihnen

Ihre Martina Nau

 

(Weitere interessante Infos und Trainingstipps finden Sie in: „Pubertät und wilde Zeiten“, erschienen im Cadmos Verlag)

 

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Die Roll- oder Flexileine (Juli 2017)

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Kleine und große Missgeschicke: Die Stubenreinheit (März 2017)

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Typisch Junghund: stets gut gelaunt (Dezember 2016)

Über Beschäftigungswahn und Faulenzertum (November 2016)

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Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)

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