Willkommen beim Weblog DogWalker
im April 2013


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im April 2013

Hunde dieser Welt: Pemba

Baak DogWalker


   "Sie könnten aus Pemba sein, aber sie kommen aus Spanien und Griechenland"

 

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Hunde dieser Welt: Pemba

Für uns Mitteleuropäer sind Hunde, und die Art und Weise, wie wir mit Hunden leben, so selbstverständlich geworden, dass es uns schwer fällt zu glauben, es könnte und dürfte in anderen Ländern anders sein. Doch genau so ist es: andere Länder, andere Hundesitten. In lockerer monatlicher Reihenfolge möchte ich hiervon erzählen. Angeregt wurde ich hierzu von Ray Coppinger, der in seinem Buch „Hunde“ vom Leben mit Hunden auf Pemba erzählt.

Pemba ist eine kleine Insel vor der ostafrikanischen Küste. Ihre Einwohner leben vom Fischfang, von der Jagd und vom Anbau von Reis, Früchten und Gemüse. Was sie nicht selbst anbauen, kaufen sie vom afrikanischen Festland dazu.

Die Häuser der Inselbewohner bestehen teilweise aus Beton, teilweise aber wie seit Jahrhunderten aus Stroh, Holz und Lehm. Sie bilden kleine Dörfer. Zwischen den Häusern laufen Kinder, Hühner und Hunde frei und friedlich miteinander umher. Jeder lässt jeden in Ruhe.

Die Pemba-Hunde sind ohne Ausnahme mittelgroß, kurzhaarig und besitzen eine unterschiedliche Färbung, meist bestehend aus mehreren Farben. Viele haben Hängeohren, einige Stehohren mit umgeknickter Spitze. Ganz offensichtlich ist hier von niemandem geplant ein optisch relativ einheitlicher Hundetyp entstanden.

Das Verhalten dieser Hunde ist an die zumeist dörflichen Strukturen angepasst. Sie benehmen sich unauffällig, sind so scheu, dass sie sich nicht streicheln lassen, jagen keine Hühner (denn das wäre des Pemba-Hundes Tod) und ernähren sich von Abfällen, die die Pembaner hinter ihren Häusern anhäufen. Sie bewegen sich nicht übermäßig viel, gehen nicht auf Jagd und liegen viele Stunden einfach herum, so dass sie niemanden stören. Hier ist keine Rudelstruktur zu erkennen.

Die Hunde leben entweder alleine oder in Kleinstgruppen. Das macht Sinn, denn Gruppenmitglieder sind gleichzeitig auch Futterkonkurrenten, bieten aber keinerlei Vorteil, weil alle Hunde rundum versorgt sind, weder jagen noch Feinde abwehren müssen. Nur in Chake Chake, einer größeren Stadt mit einer Müllkippe, kann man des öfteren aggressives Verhalten unter den Hunden beobachten. Hier gibt es viel hochwertiges Futter, um das es sich zu kämpfen lohnt.

Und wie sieht das Zusammenleben mit den Hunden aus der Sicht der Pembaner aus? Eigentlich mögen sie zumeist keine Hunde. Sie sind Moslems und daher sind Hunde für sie unrein. Ein Hund kann Krankheiten übertragen, u. a. die gefürchtete Tollwut. Hunde dürfen nicht ins Haus, und wenn dies doch einmal geschieht, muss das Haus sehr sorgfältig gereinigt werden.

Viele Hunde gehören bestimmten Einwohnern, jedoch nur, weil sie diese füttern und sie sich rund um ihre Häuser oder den Vorhöfen aufhalten. Mehr nicht. Kein Pembaner würde „seinen Hund“ streicheln oder ihm einen Namen geben. Sie sind da wie die Hühner da sind.

Pemba ist nur ein Beispiel für viele Länder und Orte dieser Welt, wo Dorfhunde zwar in der Nähe der Menschen, jedoch wie freie, wilde Tiere leben. Sie sind abhängig vom Menschen, und doch leben sie als wären sie es nicht. Die Menschen wiederum akzeptieren die Anwesenheit „ihrer Dorfhunde“, bauen jedoch kaum eine persönliche Beziehung zu ihnen auf. Sie erwarten ein unauffälliges, angepasstes Verhalten. Wer sich nicht anpasst, fliegt raus – um es sehr vorsichtig auszudrücken.

Eine Frage kommt einem sehr schnell in den Sinn: Haben die Pemba-Hunde ein gutes Leben, so ganz ohne Agility, Waldspaziergänge und Lederhalsband? Werden sie wohl richtig versorgt, achtet jemand auf ihren Wasserhaushalt oder holt jemand sie in den Schatten, damit sie nicht an Überhitzung sterben? Nein. Alles nein. Aber sie sind frei. Und sie sind freiwillig dort, wo sie sind. Würde es ihnen dort nicht gefallen, könnten sie einfach weiter ziehen.

Nachdenkliche Grüße

Ihre

Martina Nau

 

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