Willkommen beim Weblog DogWalker
im Februar 2017


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im Februar 2017

Baak DogWalker


  "Hunde dieser Welt: Der Irish Wolfhound"

Hunde dieser Welt: Der Irish Wolfhound

 

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Eine Hunderasse, über die man einfach schreiben muss, wenn man sich mit interessanten Hunderassen aus aller Welt beschäftigt, ist der Irish Wolfhound. Die Rasse gilt als größte Rasse der Welt mit einer Schulterhöhe von 81-86 cm bei Rüden, Hündinnen sollten mindestens 71 cm sein. Der Rüde sollte mindestens ca. 55 kg wiegen, die Hündin mindestens ca. 40 kg. Auch ansonsten fällt der IW optisch auf. Seine Ohren, häufig liebevoll Rosenohren genannt, sind klein, sein Fell rau und hart. Laut Rassestandard sollte er die Farben rehbraun, grau, gestromt, schwarz, reinweiß oder rot haben. Die Rasse ist von der FCI anerkannt und wird in der Rassegruppe der Windhunde geführt.

Die Geschichte des Irish Wolfhound ist so alt, dass man sie nicht bis an ihren Ursprung zurück verfolgen kann. Bereits um 7000 v. Chr. scheint es sehr große Hunde in Irland, England und Wales gegeben zu haben, worauf archäologische Funde hinweisen. Ganz sicher ist, dass sie im Mittelalter in dieser Region zur Jagd auf Großwild, Bären und Wölfe eingesetzt wurden. Ausschließlich der Adel durfte sie halten, was schon damals auf einen hohen Wert und eine große Wertschätzung hinweist. Ganz nebenbei: sicherlich wäre er für die arme Bevölkerung auch kaum zu ernähren gewesen. Im Laufe des Mittelalters kamen schließlich Feuerwaffen auf und die Wölfe auf den britischen Inseln wurden ausgerottet. So verlor der Wolfhound gleich zwei seiner wichtigsten Aufgaben bei der Jagd und das Interesse an seiner Zucht und Haltung ließ nach. Im 17. Jahrhundert gab es nur noch wenige Exemplare. Ein Ausfuhrverbot ließ den Bestand schließlich langsam wieder anwachsen. Erst Mitte des 19. Jahrhundert baute Captain G. A. Graham die Rasse wieder auf. Er kreuzte die letzten lebenden Wolfhounds mit verschiedenen anderen Rassen, wie z. B. Doggen, Barsois und Deerhounds. Es wurde ein Rassestandard festgelegt und so wurde diese alte Rasse gerettet. Noch einmal, im 2. Weltkrieg, sank der Bestand wieder dramatisch, doch seit den 60er Jahren kennt, liebt und züchtet man den Irish Wolfhound nicht mehr nur auf den britischen Inseln, sondern weltweit.

Was macht ihn nun so besonders - abgesehen von seiner Größe? Nun, der IW ist einfach zu erziehen. Davon ausgehend, dass er gut erzogen wurde, ist er ein sehr netter Hund, sanft, anhänglich und sehr auf seine Familie bezogen. Er reagiert sehr stark auf menschlichen Blickkontakt und Ansprache und hat eine hohe Reizschwelle. Damit besitzt er charakterlich alles, was ein solch großer und starker Hund besitzen muss, um überhaupt mit uns leben zu können. Ein schwierig zu erziehender Hund mit geringer Frustrationstoleranz und Neigung zu Aggression wäre bei seiner Größe und Stärke undenkbar! Dazu kommt, dass er einen nur geringen Jagdtrieb besitzt und man ihn mit vernünftigem Training auch ableinen kann. Das braucht er auch, denn er ist ein bewegungsfreudiger Hund, der Interesse an allem hat und dieses auch ausleben sollte.

So viel Positives gibt es also über den IW zu berichten - was aber ist nicht so gut? Zunächst einmal sollte jeder, der ernsthaft darüber nachdenkt, sich einen so großen Freund ins Haus zu holen, einen guten Züchter suchen. Denn übertriebene, wesensbasierte Ängstlichkeit und Sensibilität und eine schlechte Sozialisierung in der Prägungsphase würden sich im späteren Zusammenleben dramatisch auswirken. Dazu kommt, dass leider mehrere Erbkrankheiten durch die Rasse geistern und sie daher nicht zu den gesundesten Rassen zählt. Die Krankheiten potenzieren sich mit der körperlichen Größe des Wolfhounds und stellen damit hohe Anforderungen an den Besitzer bezüglich Gesundheitsvorsorge, Ernährung und generelle Haltung. Die Essensrationen sind zudem erstaunlich groß. Man kann also durchaus behaupten, dass der Unterhalt dieser tollen Hunde deutlich über dem Durchschnitt liegt. Und noch einmal "leider": seine durchschnittliche Lebenserwartung liegt deutlich unter 10 Jahren, mehr als die Hälfte der Wolfhounds sterben vor dem Alter von 8 Jahren.

Spricht das nun alles gegen diese Hunde? Nicht wirklich, wenn man sie liebt und ihnen das Leben, die Zeit, den Platz und das Verständnis entgegenbringt, das sie brauchen. Ich finde, längst nicht jeder sollte mit ihnen zusammenleben - aber jeder sollte sie kennen.

Herzliche Grüße
Ihre Martina Nau

 

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2017


Beschäftigung wenns drinnen schöner ist als draußen (Oktober 2017)

Über die Intelligenz unserer Hunde (August 2017)

Die Roll- oder Flexileine (Juli 2017)

Chihuahua (Juni 2017)

Gehorsamkeit kommt auf leisen Sohlen (Mai 2017)

Geschwindigkeiten (April 2017)

Kleine und große Missgeschicke: Die Stubenreinheit (März 2017)

Hunde dieser Welt: Der Irish Wolfhound (Februar 2017)

Der Leinen-Wahn-Sinn (Januar 2017)


2016


Typisch Junghund: stets gut gelaunt (Dezember 2016)

Über Beschäftigungswahn und Faulenzertum (November 2016)

Ein Südländer soll es sein (Oktober 2016)

Bettelstudenten am Tisch (September 2016)

Der Korea Jindo Dog (August 2016)

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Der etwas andere Hindernis-Parcours (März 2016)

Hunde dieser Welt: Der Otterhound (Februar 2016)

Hatten Sie schon mal No-Gos? (Januar 2016)


2015


Unsere Rezepte gegen Langeweile (Dezember 2015)

Manchmal kommt er später (November 2015)

Hunde dieser Welt: Der Louisiana Catahoula Leopard Dog (Oktober 2015)

Sport und Spaß für Hund und Mensch: Rally Obedience (September 2015)

Die "Kunterbunte Hunderunde" (August 2015)

Wer hüten will, braucht einen Hütehund ... (Juli 2015)

Schlecht geprägt hält lebenslang (Juni 2015)

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Befindlichkeiten (April 2015)

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Höflichkeit ist eine Zier ... (Januar 2015)


2014


Oh ja, mein Maulkorb! (Dezember 2014)

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Ein Hund soll es sein (Juli 2014)

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Frühling lässt sein blaues Band … (April 2014)

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2013


Hunderassen verstehen – leicht gemacht (Dezember 2013)

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Wau! Mein Haus, meine Straße, mein Park! (Oktober 2013)

Das Handtarget (September 2013)

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Warum eigentlich Welpen(spiel)stunden? (Juli 2013)

Hund und gesund (Juni 2013)

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Gedanken zum Antijagdtraining (Januar 2013)


2012


Noch mehr Jägerwissen für Nichtjäger (Dezember 2012)

Jägerwissen für Nichtjäger (November 2012)

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Hund und Recht – Teil 2 (April 2012)

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Persönlichkeit & Leckerchen (Februar 2012)

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2011


Hauptberuf: Nur-Familienhund (Dezember 2011)

Tipps und Tricks für Schnüffelnasen (November 2011)

Ist das ein Rüde oder eine Hündin? (Oktober 2011)

Flöhe, Zecken, Parasiten (September 2011)

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Auf jedes Töpfchen … (Dezember 2010)

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Sivesterangst (Dezember 2009)

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"Graue Schnauzen" - Interview mit Doro Dahl (August 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 1: Die Jagdtypen (Juni 2009)

Spaß und Spiel auf allen Wegen (Mai 2009)