Willkommen beim Weblog DogWalker
im Februar 2017


Liebe Hundefreunde,


mit unseren Hunden gemeinsam unterwegs zu sein – das ist es, was uns schon immer am meisten Spaß gemacht hat. Rund um dieses Thema soll sich alles auf diesen Seiten drehen.

Wir – das sind die DogWalker … die mit dem Hund gehen. Dabei kommt man ganz schön herum, erlebt viel und sieht eine Menge. Davon möchten wir anderen DogWalkern ab sofort regelmäßig berichten. Spannende Geschichten, interessante Begegnungen und hilfreiche Tipps – sie sollen diesen Weblog ausmachen.


Unser Thema im März 2017

Baak DogWalker


  "Dale hat sie gemeinsam mit uns genommen:
die Hürde der Stubenreinheit"

Kleine und große Missgeschicke: Die Stubenreinheit

 

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Wer den Titel liest, denkt augenblicklich an Welpen. Aber nicht doch: ob Sie es glauben oder nicht, in regelmäßigen Abständen bekomme ich auch Nachfragen von Menschen, die mit älteren Hunden oder aufgenommenen Tierschutzhunden zusammen leben, die nicht stubenrein sind. Den letzten beiden Hundebesitzergruppen rate ich natürlich immer zuerst eine Gesundheitskontrolle beim Tierarzt an. Wenn aber die Hunde gesund sind, dann gebe ich auch ihnen die gleichen Ratschläge, die ich Welpenbesitzern gebe, damit es so schnell wie möglich klappt mit der Stubenreinheit.

Zunächst einmal ist es für Welpenbesitzer wichtig zu wissen, dass die inneren Verdauungsorgane und damit der Schließmuskel ihres jungen Hundes erst mit ca. 14-16 Wochen halbwegs zuverlässig arbeitet, aber auch danach noch einige Wochen immer wieder ein Malheur in der Wohnung passieren kann. Trotzdem sollte uns dies nicht davon abhalten, dass wir bereits beim Einzug des Welpen unverzüglich mit der Erziehung zur Stubenreinheit beginnen. Das gleiche gilt für manche Tierschutzhunde, die zwar ihre Verdauung kontrollieren können, aber nie im Haus gelebt und sich daran gewöhnt haben, sich einfach irgendwo zu lösen. Für beide Trainingsgruppen müssen wir Verständnis aufbringen.

Ein Welpe muss sich nach jedem Essen, Trinken, Schlafen, Spielen und alle 2 Stunden sowieso lösen. Dies geschieht zumeist nach nur wenigen Minuten. Jeder Welpenbesitzer sollte seinen Hund gut beobachten, denn manche Welpen zeigen ihren Plan sehr deutlich an durch Schnuppern, Drehen oder Fiepen, andere stehen nur kurz vor der Tür oder mitten im Raum und erleichtern sich still, wenn man dieses Signal nicht schnell genug deutet. Ist das Malheur dann doch passiert, sollte man den Welpen auf jeden Fall unterbrechen, ihn hochnehmen und raus in die Natur tragen. Schimpfen Sie nicht mit ihm und bestrafen Sie ihn auf keinen Fall, sagen Sie aber ruhig "Naaa", wenn Sie ihn hochnehmen, um ihm zu signalisieren, dass das nicht so ganz in Ordnung war. Wenn er sich dann draußen noch mal löst, loben Sie ihn deutlich und geben Sie ihm ruhig ein Leckerchen. Ist das Malheur passiert und Sie haben es nicht gesehen, reinigen Sie den Boden kommentarlos, am besten mit Essigwasser oder einer anderen - für den Hund - übel riechenden Flüssigkeit.

Es macht Sinn, den Hund im eigenen Garten (so man einen hat) eine Löseecke einzurichten und in den ersten Tagen den Kot dort liegen zu lassen. Dort riecht es dann verstärkt und er wird animiert, an diesem Ort sich zu entleeren, und das sicherlich von Tag zu Tag zuverlässiger und schneller. Wir bringen unseren Hunden bei dieser Gelegenheit immer ein Lösewort bei wie "Pippi machen". Das hält ein Leben lang und wir brauchen nie lange warten, bis sich unsere Hunde an geplanten Orten lösen, egal wo man sich aufhält.

Damit unsere Welpen nachts schnell stubenrein werden und wir alle durchschlafen, werden sie abends gegen ca. 18 Uhr zuletzt gefüttert, das Wasser stellen wir gegen 22 Uhr weg, nachdem wir es dem Welpen noch einmal angeboten haben, gehen um 23 Uhr noch einmal mit ihm in den Garten und bringen ihn dann in seine Hundebox, die neben dem Bett steht. Sollte er wach werden, meldet er sich, weil er seine Box nicht beschmutzen möchte und man geht mit ihm raus. So wurden alle unsere Welpen innerhalb weniger Tage nachts stubenrein.

Manche Welpen, aber auch ältere Hunde, haben sich einen bestimmten Löseplatz im Haus ausgesucht, den sie immer wieder beschmutzen. Das ist eine Angewohnheit und wird sich wahrscheinlich nicht von alleine geben. Hier hilft (fast immer) ein einfacher Trick: Stellen Sie an genau dieser Stelle ab sofort seinen Futternapf hin und füttern ihn eine Zeitlang nur noch dort. Wo ein Hund isst, löst er sich nicht. Achtung: Nun müssen Sie aufpassen, dass er sich nicht eine andere Stelle sucht. Der Rest funktioniert wie oben beschrieben.

Ein Klassiker bei Hunden zwischen 6 und 12 Monaten ist, dass sie wieder beginnen, sich in der Wohnung zu lösen, obwohl sie bereits fast oder ganz stubenrein waren. Dies kann tatsächlich mit Stress (zum Beispiel wenn Besuch kommt) zusammenhängen oder auch mit dem beginnenden Markierverhalten, und das nicht nur bei Rüden, sondern auch bei Hündinnen. Wir hatten hier sowohl Hunde, die seit der 8. Lebenswoche bei ihren Besitzern waren als auch ältere Hunde aus dem Tierheim, die erst nach einigen Wochen im neuen Zuhause "nicht mehr stubenrein" waren. Immer dann, wenn sich Hunde an - für sie - strategisch wichtigen Stellen lösen, sollte man das komplette Verhalten und den Charakter des Hundes genauer betrachten, um entscheiden zu können, ob die vermutete plötzliche Stubenunreinheit eigentlich das Abstecken des Territoriums sein könnte.

Das war's heute mit einem Thema, das für viele Leute sehr wichtig ist, für einige sogar das größte aller Probleme darstellt. Und wer dies nun zu Ende gelesen hat, obwohl der eigene Hund stubenrein ist, dem danke ich hiermit. Vielleicht hilft er mit seinem Wissen dem nächsten Hundehalter, der allmählich verzweifelt. Das würde mich freuen.

Herzliche Grüße
Ihre Martina Nau

 

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2017


Hunde dieser Welt: Der Irish Wolfhound (Februar 2017)

Der Leinen-Wahn-Sinn (Januar 2017)


2016


Typisch Junghund: stets gut gelaunt (Dezember 2016)

Über Beschäftigungswahn und Faulenzertum (November 2016)

Ein Südländer soll es sein (Oktober 2016)

Bettelstudenten am Tisch (September 2016)

Der Korea Jindo Dog (August 2016)

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Eine Lanze für die Pfeife (Juni 2016)

Der 6. Sinn unserer Hunde (Mai 2016)

Wie Hunde jagen (April 2016)

Der etwas andere Hindernis-Parcours (März 2016)

Hunde dieser Welt: Der Otterhound (Februar 2016)

Hatten Sie schon mal No-Gos? (Januar 2016)


2015


Unsere Rezepte gegen Langeweile (Dezember 2015)

Manchmal kommt er später (November 2015)

Hunde dieser Welt: Der Louisiana Catahoula Leopard Dog (Oktober 2015)

Sport und Spaß für Hund und Mensch: Rally Obedience (September 2015)

Die "Kunterbunte Hunderunde" (August 2015)

Wer hüten will, braucht einen Hütehund ... (Juli 2015)

Schlecht geprägt hält lebenslang (Juni 2015)

Bleib dort hinten und setz dich hin (Mai 2015)

Befindlichkeiten (April 2015)

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2014


Oh ja, mein Maulkorb! (Dezember 2014)

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Die Freiverlorensuche (September 2014)

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Ein Hund soll es sein (Juli 2014)

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2013


Hunderassen verstehen – leicht gemacht (Dezember 2013)

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Wau! Mein Haus, meine Straße, mein Park! (Oktober 2013)

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Warum eigentlich Welpen(spiel)stunden? (Juli 2013)

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Gedanken zum Antijagdtraining (Januar 2013)


2012


Noch mehr Jägerwissen für Nichtjäger (Dezember 2012)

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2011


Hauptberuf: Nur-Familienhund (Dezember 2011)

Tipps und Tricks für Schnüffelnasen (November 2011)

Ist das ein Rüde oder eine Hündin? (Oktober 2011)

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Achtung giftig! (Juli 2011)

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Leinentraining mit Spaßfaktor (Januar 2011)


2010


Auf jedes Töpfchen … (Dezember 2010)

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Gutes Training … braver Hund! – Teil 1 (September 2010)

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Helfer auf vier Beinen (Juni 2010)

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2009


Sivesterangst (Dezember 2009)

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Was sieht, hört und riecht er eigentlich? (Oktober 2009)

Die drei Charaktere (September 2009)

"Graue Schnauzen" - Interview mit Doro Dahl (August 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 2: Der persönliche Jagdtypentest (Juli 2009)

Warum jagt mein Hund eigentlich? Teil 1: Die Jagdtypen (Juni 2009)

Spaß und Spiel auf allen Wegen (Mai 2009)